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VermögenWie sicher ist mein Bankkonto?

Frage: Ich habe einen grossen Geldbetrag geerbt. Mittelfristig will ich ein Haus kaufen – darum lege ich das Kapital nicht fest an und gehe keine Risiken ein. Wie ist das Geld auf meinen Bankkonten geschützt?

Kluge Kunden verteilen ihr Geld auf verschiedene Banken.
von aktualisiert am 25. September 2017

Ihre Einlagen wären gefährdet, falls die Bank zahlungsunfähig würde. Falls das Geldinstitut tatsächlich nicht gerettet werden könnte, müsste die Eidgenös­sische Finanzmarktaufsicht (Finma) den Konkurs über sie eröffnen.

Bankeinlagen geniessen einen besonderen Schutz, aber nur bis zum Betrag von maximal 100'000 Franken pro Kunde. Dieser Betrag ist in der zweiten Konkursklasse gegenüber anderen Gläubigern privilegiert, und er müsste dem Kunden schnell ausgezahlt werden. Zu den geschützten Einlagen gehören Kontoguthaben, Festgelder und im Bankdepot aufbewahrte Kassenobligationen.

Wenn die flüssigen Mittel der Bank dafür nicht ausreichen, springt die Einlagen­sicherung der Schweizer Banken ein. Sie garantiert, dass die privilegierten Ein­lagen innert kurzer Frist an die Bankkunden gezahlt werden.

Das nötige Kapital stellen die anderen Schweizer Banken zur Verfügung. Dafür müssen sie Liquiditätsreserven halten. Damit nicht das gesamte Finanzsystem in Schieflage gerät, ist die Einlagensicherung jedoch auf sechs Mil­liarden Franken begrenzt.

Sollte eine grössere Bank oder gar der ganze Finanzplatz wanken, reichen die sechs Milliarden Franken bei weitem nicht aus. Bankkunden müssen deshalb selber dafür besorgt sein, dass sie ihr Kapital auf verschiedene Anlagen verteilen und damit ihr Risiko senken.

Kantonalbanken gelten als sicherer Hort

Zusätzlich zu den erwähnten Einlagen sind weitere 100'000 Franken je Kunde auf Freizügigkeitskonten oder Vorsorge-3a-Konten in der zweiten Konkursklasse privilegiert. Da diese Gelder nicht bar aus­gezahlt werden können, unterliegen sie nicht der Einlagensicherung.

Bei der Postfinance garantiert der Bund für maximal 100'000 Franken pro Kunde, aber nur bis September 2017. Danach gilt der gleiche Schutz wie bei den Banken. Bei den meisten Kantonalbanken haben die Kunden noch eine unbeschränkte Staatsgarantie, der Kanton haftet dort für sämtliche Einlagen. Die Kantone Bern, Waadt und Genf haben die Staats­garantie bereits vollständig abgeschafft. Bei der Postfinance garantiert der Bund ab 1. Oktober 2017 nicht mehr.

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