Der Satz war ein Giftpfeil. «Ich bin stolz darauf, kein Schweizer zu sein!» So brüllte sich im Februar der frühere italienische Senator Tommaso Cerno in einer Talkshow seinen Missmut von der Seele. Sein Furor zielte auf die – seiner Meinung nach – schludrige und selbstgefällige Aufarbeitung der Brandkatastrophe von Crans-Montana. Beim Feuer in der Neujahrsnacht waren auch junge Italienerinnen und Italiener umgekommen.

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Der Pfeil bohrte sich tief ins Fleisch. So radikal hatte noch kein anderer Staatsmann das schweizerische Selbstverständnis in Frage gestellt, in allem ein bisschen besser zu sein als die Welt um uns herum – ordentlicher, genauer, verlässlicher.