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TrojanerMein PC wurde gehackt – was kann ich tun?

Frage: Der Zugriff auf meine Computerdaten wurde blockiert. Eine Mitteilung auf dem Bildschirm fordert Geld von mir. Wie soll ich darauf reagieren?

Wie geht man am besten vor, wenn der Computer gekapert wurde?
Von aktualisiert am 03. August 2017

Trennen Sie den Computer sofort von allen Netzwerken. Sie haben einen sogenannten Verschlüsselungstrojaner erwischt. Diese Schadsoftware verschlüsselt die Daten auf dem Computer sowie auf verbundenen Netzlaufwerken und macht sie unbrauchbar. Indem Sie den PC abtrennen, können Sie eventuell verhindern, dass sich der Trojaner weiter verbreitet.

Unbedingt eine Sicherungskopie

Danach bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das System neu zu installieren und alle Passwörter zu ändern. Ihre Daten sind verloren – ausser Sie haben eine Sicherungskopie gemacht und diese getrennt vom Computer aufbewahrt. Die Schadsoftware kann Back-ups, die mit dem PC verbunden bleiben, ebenfalls verschlüsseln. Falls Sie kein Back-up haben, können Sie die verschlüsselten Daten aufbewahren – vielleicht findet jemand später einen Entschlüsselungscode.

Melden Sie den Vorfall nun der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik). Diese Stelle hilft Ihnen auch, eine Strafanzeige zu formulieren, die Sie bei der Polizei einreichen können. Das Lösegeld bezahlen Sie besser nicht: Erstens garantiert niemand, dass Sie tatsächlich den richtigen Code erhalten. Und zweitens finanzieren Sie damit kriminelle Infrastrukturen.

Das Einfallstor für solche Trojaner sind verseuchte E-Mails und gehackte Websites. Die wichtigste Prävention neben einem separaten Back-up: Seien Sie misstrauisch bei allen E-Mails, die Sie nicht erwartet haben oder die von unbekannten Absendern stammen. Befolgen Sie bei diesen keine Anweisungen, öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie nicht auf Links.

Auch bei aller Vorsicht können Sie sich allerdings infizieren, ohne es zu merken. Darum ist ein effektiver Schutz unverzichtbar: Verwenden Sie einen aktuellen Virenschutz und eine aktuelle Personal Firewall und halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Applikationen immer auf dem neusten Stand.

Internet:

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani unter: melani.admin.ch

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Mehr zu Internetgefahren bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Wer im Internet surft, sollte sich der Gefahren bewusst sein. Umso mehr, wenn die eigenen Kinder auf Social Media & Co. unterwegs sind. Mitglieder von Guider erfahren, wie sie sich vor Spam-Mails schützen und welche präventive Massnahmen sie veranlassen können, damit sie erst gar nicht von Werbemails belästigt werden.

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1 Kommentar

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beobachterforum*******

Weder eine "aktuelle Virenschutzsoftware" und schon gar keine "Personal Firewall" schützen Sie im Zweifelsfall vor einem Verschlüsselungstrojaner. Gegen die Infektion hilft nur eines: Vorsicht und gesunder Menschenverstand. So gut wie alle Infektionen mit solcher Schadsoftware werden vom Computernutzer selbst herbeigeführt, indem er sich mit einem E-Mail-Anhang übertölpeln lässt. Falls gesunder Menschenverstand nicht verfügbar sein sollte, so bringt wenigstens ein sinnvoll eingerichtetes externes BackUp die verlorenen Daten wieder zurück. Im Übrigen geben die allermeisten Erpresser die "entführten" Daten durchaus zurück, wenn man sie bezahlt. In diesen saueren Apfel zu beissen kann also durchaus eine Option sein, wenn einem der Datenverlust teurer zu stehen käme als das Erpressungsgeld.

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