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Krankheit oder Unfall - wie weiter im...
Krankheit oder Unfall - wie weiter im Job?
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Arbeit

Mein Chef verlangt, dass ich bei der Arbeit eine Atemschutzmaske trage. Darf er mich dazu zwingen?

Ein Arbeitgeber muss die Gesundheit seiner Angestellten schützen und die Empfehlungen der Behörden umsetzen. Ausschlaggebend sind die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG. An diese müssen sich die Arbeitgeber halten. Nicht in allen Betrieben sind Schutzmasken möglich oder nötig. Es kommt also auf die Branche an, in der Sie arbeiten. Damit die Masken dort ausreichend vorhanden sind, wo es sie dringend braucht (z.B. im Gesundheitswesen), wird in vielen Fällen gar vom Kauf und vom Tragen einer Atemschutzmaske abgeraten. 

Die Empfehlungen des BAG für die Arbeitswelt finden Sie hier
Die Schutzmassnahmen für Gesundheitsfachpersonen und besonders gefährdete Personen finden Sie hier.

 

Ich huste seit einigen Tagen, fühle mich sonst aber fit. Darf mich der Chef zur Ärztin schicken?

Nein, er kann Sie nicht zu einem Arzttermin zwingen. Er darf Ihnen aber verbieten zu arbeiten oder Sie ins Home Office Home-Office Tipps für das Büro zu Hause schicken, wenn das vertraglich so geregelt wurde oder wenn sie sich darauf einigen. Ihren Lohn muss er weiterhin bezahlen. 

 

Ich habe Angst, mich im Zug mit dem Coronavirus anzustecken. Darf ich im Home Office arbeiten?

Wenn Ihr Chef kein Home Office erlaubt, dürfen Sie aus Angst vor einer möglichen Ansteckung nicht zu Hause bleiben. Gerechtfertigt wäre das, wenn es unter den Arbeitskollegen einen konkreten Verdacht auf eine Corona-Ansteckung gibt. Dann dürfen Sie die Arbeit verweigern, bekommen aber trotzdem Lohn. Das gilt auch, wenn Ihr Arbeitgeber die Hygiene- und Abstandsregeln nicht einhält, das hat das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco bestätigt.

Das Bundesamt für Gesundheit fordert alle Arbeitgeber dazu auf, wo möglich Homeoffice zu ermöglichen und zu erlauben. Zudem sollen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, den öffentlichen Verkehr während Stosszeiten bis auf Weiteres zu vermeiden.

 

Ich gehöre zur Risikogruppe, muss aber immer noch zur Arbeit gehen. Kann mich der Arbeitgeber dazu zwingen?

Nein, das kann er nicht. Der Bundesrat hat mit seinen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verordnet, dass für besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein besonderer Schutz gilt. Wenn immer möglich sollen solche Arbeitnehmer ihre arbeitsvertraglichen Pflichten von zu Hause aus erledigen. Ist Homeoffice nicht möglich, muss der Arbeitgeber mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnamen die Einhaltung der Empfehlung des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherstellen. Ist auch dies nicht möglich, werden sie vom Arbeitgeber unter Lohnfortzahlung beurlaubt.

Geschäftsreisen, in von dem Coronavirus betroffene Länder, hat mein Arbeitgeber bereits gestrichen. Jetzt will er mir auch meinen privaten Urlaub verbieten. Darf er das?

Nein, so weit reicht sein Weisungsrecht nicht. Zur Zeit wird von den Behörden aber dringend von Auslandsreisen abgeraten und in viele Länder kann man derzeit auch gar nicht mehr reisen. Der Bundesrat hat allen Schweizerinnen und Schweizern im Ausland empfohlen, so schnell wie möglich in die Schweiz zurückzukehren Rückreisen in die Schweiz Was Schweizer Reisende jetzt tun können , solange es überhaupt noch Flüge und Transportmöglichkeiten gibt.

 

Ich sitze in den Ferien fest, weil der Flugverkehr vorübergehend eingestellt wurde. Bekomme ich trotzdem Lohn?

Wenn Sie selber nicht am Coronavirus Covid-19 Was Sie über das Coronavirus wissen müssen erkrankt sind, muss Ihnen der Chef für den Ausfall keinen Lohn zahlen.

 

Bin ich haftbar, wenn ich mit Husten und Fieber ins Büro komme und meine Kollegen mit dem Coronavirus anstecke?

Das wäre zwar unverantwortlich, die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dafür haftbar gemacht werden, ist aber gering. Dafür müsste man nachweisen können, dass tatsächlich Sie die Kolleginnen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

 

Ich bin erkältet und habe mich deshalb krankgemeldet. Unser Personalreglement verlangt bereits nach zwei Tagen ein Arztzeugnis. Muss ich es liefern?

Als Arbeitnehmerin sind Sie zwar verpflichtet, Ihre Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen. Doch das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, dass die Unternehmen zur Entlastung der Arztpraxen und Spitäler kulant sein und ein solches Attest frühestens ab dem fünften Tag einfordern sollen. Weisen Sie Ihren Arbeitgeber darauf hin und sprechen Sie über flexible Möglichkeiten, die Ihnen die Arbeit zu Hause erleichtern, sobald Sie sich besser fühlen.

 

Mein Chef hat angekündigt, unser KMU wegen des Coronavirus für einige Wochen zu schliessen. Bekomme ich weiterhin einen Lohn?

Ja, das wäre ein sogenannter Arbeitgeberverzug: Wenn der Arbeitgeber keine Arbeit anbieten kann, muss der Arbeitnehmer nicht darunter leiden. Der Lohn muss deshalb bezahlt werden. Vor ein paar Jahren gab es einen ähnlichen Fall: Nachdem der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen war, kam es zu Betriebsschliessungen, weil Rohstoffe nicht nachgeliefert werden konnten. Die Löhne wurden trotzdem bezahlt. 

 

Ich arbeite in einem Restaurant. Dieses muss sicher bis am 19. April geschlossen bleiben. Erhalte ich weiterhin meinen Lohn?

Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft Seco bleibt der Arbeitgeber auch in einem solchen Fall zur Lohnfortzahlung verpflichtet, da er das Betriebs- und Wirtschaftsrisiko trägt. Der Arbeitnehmer kann allerdings wegen seiner Treuepflicht unter Umständen dazu verpflichtet werden, die verpasste Arbeitszeit nachzuholen. Diese Ansicht ist jedoch sehr umstritten. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, welche die Schweiz so noch nie erlebt hat. So musste bisher auch noch nicht höchstrichterlich entschieden werden, ob bei staatlich verordneter Betriebsschliessung der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer das Risiko für die Lohnzahlung tragen muss. 
 

Ich arbeite in der Tourismusbranche und habe gerade viel weniger zu tun. Meine Chefin will, dass ich das Pensum reduziere, ich bin aber auf den vollen Lohn angewiesen. Was kann ich tun?

Sie sind nicht verpflichtet, Ihr Pensum zu reduzieren. Das wirtschaftliche Risiko liegt beim Arbeitgeber – er darf es nicht auf seine Angestellten abwälzen. Ihr Chef kann aber Kurzarbeit Kurzarbeit Ihre Rechte bei reduzierter Arbeitszeit anordnen. In diesem Fall wird die Arbeit vorübergehend reduziert oder sogar eingestellt. Sie erhalten eine Entschädigung von 80 Prozent Ihres Lohns. Zwar dürfen Sie die Kurzarbeit auch ablehnen, das ist allerdings nicht empfehlenswert: Der Chef könnte Ihnen aus wirtschaftlichen Gründen kündigen.

 

Ich betreibe eine Kita, die kurzfristig geschlossen werden muss. Mit welchem Geld bezahle ich meine laufenden Kosten, wenn die Elternbeiträge fehlen?

Es gehört zum wirtschaftlichen Risiko eines Arbeitgebers, die laufenden Fixkosten weiterhin bezahlen zu können. Vielleicht hat er dieses Risiko versichert.

Der Bund hat jedoch mit einem Massnahmenpaket unkomplizierte Soforthilfe für Selbständigerwerbende aufgegleist. Möglicherweise haben Sie Anspruch auf diese Unterstützung. Alles was Sie dazu wissen müssen finden Sie hier Corona-Krise So funktioniert die Bundeshilfe für KMU und Selbständige .

 

Mein Chef will, dass ich jetzt Ferien beziehe und Überstunden abbaue. Darf er das verlangen?

Grundsätzlich nein. Aber da wir uns in einer Ausnahmesituation befinden, kann rechtlich nicht abschliessend gesagt werden, ob der Arbeitgeber situationsbedingt die unfreiwillige Arbeitspause – Ferienbezug oder Kompensation von Überstunden – aufzwingen darf. Es gibt Fachmeinungen, die sich an die bisherige Praxis halten und von einem sogenannten Annahmeverzug des Arbeitgebers ausgehen. Sprich: Kann der Arbeitgeber keine Arbeit anbieten, muss der Arbeitnehmer weder kurzfristig Ferien beziehen noch Überstunden gegen seinen Willen kompensieren. Er muss auch nicht nacharbeiten.

Der Arbeitgeber kann in dieser Situation aber Kurzarbeit beantragen. Wir raten zum Gespräch und zu einer Kompromisslösung. Denken Sie längerfristig, da es um den Erhalt des Arbeitsplatzes geht.

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Sie haben ein rechtliches Problem und brauchen Unterstützung durch eine Anwältin oder einen Anwalt? Auf GetYourLawyer – die Anwaltsplattform in Partnerschaft mit dem Beobachter – finden Sie für jeden Fall den passenden Anwalt.

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Diese Rechte haben Arbeitnehmer

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Was gibt es rund um das Coronavirus für Arbeitnehmer und Chefs zu beachten? Beobachter-Rechtsberaterin Nicole Müller beantwortet 7 Fragen zum Thema Arbeitsrecht.

Quelle: Beobachter Bewegtbild

Kinderbetreuung

Die Kita meiner Kinder hat für einen Monat wegen des Coronavirus geschlossen. Muss ich für diesen Zeitraum bezahlen? 

Massgebend ist der Krippenvertrag. Falls dort nichts dazu steht, können Sie versuchen, die Betreuungsgelder mit Hinweis auf das Obligationenrecht zurückzuerhalten. Dort steht, dass ein Anbieter die erhaltene Entschädigung zurückgeben muss, wenn seine Leistung unmöglich geworden ist. Einen Schadenersatz muss die Kita aber nicht zahlen, da sie nichts verschuldet hat. 

Die Schliessung aller Schulen und vieler Betreuungsangebote hat weitreichende Folgen für berufstätige Eltern. Der Bundesrat hat entschieden, dass Eltern für unerwartete Betreuungsaufgaben eine Entschädigung erhalten sollen. Alles was Sie dazu wissen müssen finden Sie hier Coronavirus Schulschliessung und Kinderbetreuung – was sind meine Rechte? .

 

Bekomme ich Lohn, wenn ich zu Hause meine Kinder betreue, die das Coronavirus haben?

Üblicherweise dürfen Sie ein krankes Kind drei Tage betreuen, wenn es jünger als 15 Jahre ist und Sie dem Arbeitgeber ein Arztzeugnis vorweisen können. Danach müssten Sie wieder arbeiten und eine andere Betreuungsperson suchen. Beim Coronavirus handelt es sich aber um einen Spezialfall, da Sie eine weitere Betreuungsperson gefährden würden. Es macht deshalb Sinn, dass Sie selbst beim infizierten Kind bleiben. Der Arbeitgeber müsste den Lohn in diesem Fall bezahlen.

 

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Ferien

Ich habe eine Pauschalreise nach Asien gebucht. Bekomme ich mein Geld zurück?

Wenn das Reisebüro von sich aus annulliert, erhalten Sie Ihr Geld zurück. Wird die Reise trotz Coronavirus durchgeführt, müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie absagen wollen. Falls ja, kommt Ihre Reiseversicherung ins Spiel. Sie übernimmt die Annullierungskosten, wenn gemäss den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) ein versicherter Fall vorliegt. In der Regel braucht es dazu aber eine Reisewarnung des Bundes. Die Versicherungen handhaben die Situation unterschiedlich – darum lohnt es sich auf jeden Fall, die Versicherung anzufragen.

 

Mein Mann und ich (beide 75) haben eine Kreuzfahrt in Südamerika gebucht, in zwei Wochen soll die Reise starten. Aufgrund einer Gürtelrose ist mein Immunsystem geschwächt, meine Ärztin rät dringend von der Reise ab. Kann ich kostenlos annullieren?

Wahrscheinlich ist es dafür zu spät: Die Annullierungskosten bestimmen sich nach den Reisebedingungen beziehungsweise den AGB des Anbieters und sind in der Regel umso höher, je näher der Reisebeginn rückt. Wenn Sie eine Annullierungskostenversicherung haben, sollte diese die Kosten aber übernehmen. Melden Sie den Fall umgehend und reichen Sie das Arztzeugnis ein.

 

In zwei Wochen mache ich eine Pauschalreise nach Japan. Was geschieht, wenn ich mich mit dem Coronavirus anstecke und nicht zurückreisen darf?

Setzen Sie sich mit dem Reisebüro Übers Reisebüro buchen Was sind die Vorteile? in Verbindung. Es ist verpflichtet, Sie bei Schwierigkeiten zu unterstützen – etwa dabei, vor Ort eine Lösung zu finden. Die entstehenden Kosten müssen aber Sie tragen.

 

Ich habe bei einem deutschen Anbieter eine Reise nach China gebucht. Nun wurde diese wegen des Coronavirus abgesagt. Wer bezahlt?

Falls Sie direkt auf einer deutschen Homepage gebucht haben, kann deutsches Recht zur Anwendung kommen. Nach schweizerischem Recht erhalten Sie das Geld zurück.

 

Ich habe eine Reise in die USA gebucht, doch jetzt gibt es plötzlich einen Einreisestopp. Was kann ich tun?

Da eine Einreise in die USA zurzeit gar nicht möglich ist, geht Reiseombudsmann Franco Muff davon aus, dass Konsumenten die Kosten für gebuchte Leistungen zurückerhalten. So will es bei Pauschalreisen das Pauschalreisegesetz. Veranstalter und Reisebüros haben auch die Möglichkeit, Verschiebedaten zu vereinbaren oder Gutscheine anzubieten – Kunden können frei entscheiden, ob sie die Ersatzreise oder das Geld zurück möchten. Bei einzeln gebuchten Flügen oder Hotels kommen primär die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter zum Zug.

 

Ich habe meine Ferienwohnung an deutsche Gäste vermietet, die nun aber aufgrund der geschlossenen Grenze nicht anreisen können. Müssen sie mir die Miete trotzdem bezahlen?

Streng genommen ja. Denn Sie können Ihre Leistung weiterhin erbringen – die Ferienwohnung steht bereit. Auch die Leistung der Gäste, nämlich die Bezahlung der Miete, ist noch möglich. Die Gäste können sich darum nicht auf die Unmöglichkeit der Vertragserfüllung gemäss Artikel 119 Obligationenrecht berufen. Dass sie nicht in die Schweiz kommen können, hat damit nichts zu tun. Aufgrund der ausserordentlichen Lage wäre es aber schön, wenn Sie mit den Gästen eine andere Lösung suchen würden – zum Beispiel, dass der Aufenthalt verschoben wird. Falls Sie hart bleiben wollen, trifft Sie aber eine Schadenminderungspflicht: Sie müssen zumindest versuchen, andere Gäste zu finden. 

Ich habe ein Juniorentrainingslager organisiert, das nun nicht stattfinden kann. Die Unterkunft behauptet, ich müsse trotzdem bezahlen. In den AGB steht nichts dazu.

Sie müssen die Unterkunft nicht bezahlen. Anders würde es nur aussehen, wenn in den AGB ausdrücklich stehen würde, dass auch in Fällen unverschuldeter Unmöglichkeit das Entgelt geschuldet bleibt.
 

Steuern

Ich schaffe es nicht, die Steuererklärung bis zum 31. März einzureichen. Ist das Steueramt wegen der Corona-Krise kulant?

Ja, viele Kantone sind das, auch wenn die Daten zur Abgabefrist für die Steuererklärung unterschiedlich sind. Es gibt Kantone, die die Frist wegen Corona auf den 31. Mai oder auf den 30. Juni 2020 verlängert haben. Der Kanton Solothurn gibt den 31. Juli als letzten Einreichetag an, der Kanton Bern verlängert die Abgabefrist gar bis zum 15. September. Bis zum jeweiligen Datum sollten weder Mahnungen noch Bussen für verpasste Fristen verschickt werden.

Achtung: Nicht alle Kantone gewähren diese automatische Fristerstreckung. Wer sicher sein will, informiert sich beim zuständigen Steueramt und verlangt dort eine Fristerstreckung.

 

Mein Geschäft wird wegen des Virus dieses Jahr herbe Verluste einfahren. Wie soll ich meine Steuern zahlen?

Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit Verlusten rechnen oder natürliche Personen, die Einkommenseinbussen erleiden, können beim Gemeindesteueramt eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnung Vorläufige Steuerrechnung Zu hoch – kann ich sie anpassen? für die Kantons- und Gemeindesteuern verlangen.

Unternehmen und natürliche Personen können aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus eine Erstreckung der Zahlungsfrist oder Ratenzahlungen verlangen. Für die Kantons- und Gemeindesteuern wenden Sie sich an das Gemeindesteueramt. Für die direkte Bundessteuer ist das kantonale Steueramt zuständig. Die Steuerämter der Gemeinden und Kantone sind angewiesen, sich bei der Bearbeitung von Stundungs- und Ratenzahlungsgesuche grosszügig zu zeigen und diese möglichst rasch zu bearbeiten. Die entsprechenden Formulare finden Sie entweder auf den Webseiten der Steuerämter, oder Sie können sie direkt bestellen.

 

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Veranstaltungen

Ich habe zwei Tickets für ein Konzert gekauft, das nun wegen des Coronavirus abgesagt wurde. Erhalte ich mein Geld zurück?

Das kommt auf die AGB des Veranstalters an. Falls dort nichts dazu steht, können Sie versuchen, die Ticketkosten mit Hinweis auf das Obligationenrecht zurückzuerhalten: Das Gesetz bestimmt, dass ein Anbieter die erhaltene Entschädigung zurückgeben muss, wenn seine Leistung unmöglich geworden ist.

 

Ich habe mich für einen Lauf angemeldet, der nun abgesagt wurde. Der Veranstalter will mir das Startgeld nicht erstatten, mit Hinweis auf sein Reglement: Bei Absage wegen höherer Gewalt wird nichts zurückbezahlt. Darf er das?

Ja, die vertragliche Abmachung ist gültig. Das Coronavirus fällt unter höhere Gewalt.

 

Gesundheit

Werden nun die Medikamente wegen des Coronavirus knapp?

Viele Wirkstoffe für Medikamente werden heute in China produziert. Noch lässt sich laut dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung aber nicht abschätzen, ob es wegen des Coronavirus zu Lieferengpässen bei Medikamenten Coronavirus Werden nun die Medikamente knapp? kommt. Für lebenswichtige Produkte haben Hersteller und Importeure ständig Medikamente und medizinische Hilfsmittel (zum Beispiel Schutzmasken) für mindestens drei Monate an Lager. Diese Vorräte würden im Notfall an die Spitäler verteilt werden.

 

Ich habe eine Krankheit, bei der ich ständig auf Medikamente angewiesen bin. Soll ich mir nun wegen des Coronavirus einen Notvorrat zulegen?

Es kommt darauf an. Patienten, die nicht auf ein spezifisches Medikament angewiesen sind, sollten keine Vorräte kaufen. Durch Hamsterkäufe würden sie die Versorgung jener Menschen gefährden, die dringend ein bestimmtes Medikament benötigen. Patienten, für die es ein Gesundheitsrisiko ist, wenn ihr Medikament nicht verfügbar ist, sollten für mindestens drei Monate Medikamente vorrätig zu Hause haben. Wenn schwerwiegende Schäden drohen, wenn die Arznei nicht verfügbar ist, sollten sie einen Vorrat von sechs Monaten zu Hause haben. Dies erfordert aber eine Sonderbewilligung der Krankenkasse, damit die Kosten gedeckt sind. Bei diesen Krankheiten sollten Sie einen Vorrat anlegen:

  • Epilepsie
  • Parkinson
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Unter Umständen Herzerkrankung

Das Vorgehen bei weiteren chronischen Erkrankungen Chronisch Kranke Die chronisch Vernachlässigten sollte man individuell mit dem Arzt oder Apotheker besprechen.

 

Ich bin eigentlich gesund, sorge mich aber um die medizinische Versorgung. Welche Medikamente brauche ich für den Notvorrat?

Die medizinische Versorgung ist in der Schweiz jederzeit sichergestellt, es braucht keinen Notvorrat an Medikamenten. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung empfiehlt lediglich ein Kopfschmerz- und ein fiebersenkendes Mittel für den Notvorrat.

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Immunsystem – so stärke ich meinen Bodyguard

Was läuft im Körper ab, wenn unser Immunsystem sich gegen Attacken von Viren, Bakterien oder Pilzen verteidigen muss? Wieso reagiert es bei Allergien übermässig, und warum bombardiert es sich bei Autoimmunerkrankungen selbst?

Dieses Ratgeberbuch zeigt, wie wir unserem Abwehrsystem gezielt Sorge tragen können.

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Cover Immunsystem -so stärke ich meinen Bodyguard
Quelle: Beobachter-Edition

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Jasmine Helbling, Online-Redaktorin

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