Warnungen im Juni 2026

Gefälschtes Gewinnspiel im Namen des Beobachters auf Tiktok

Auf der Social-Media-Plattform Tiktok kursiert ein Fakeprofil, das sich als offizieller Beobachter-Account ausgibt. Die Betrüger verschicken Privatnachrichten mit dem Inhalt: «Herzlichen Glückwunsch! Sie haben ein iPhone 17 Pro Max und 3.000 CHF gewonnen!» Anschliessend werden die Userinnen und User aufgefordert, eine Farbe für das Gerät auszuwählen.

Das Profil sieht dem echten Beobachter-Konto zwar täuschend ähnlich, nutzt aber den Benutzernamen «@beobachter59» statt des Originals «@beobachtermagazin».

Tipp: Der Beobachter veranstaltet aktuell kein Gewinnspiel und würde Gewinnerinnen und Gewinner niemals direkt über soziale Medien kontaktieren. Ignorieren Sie die Privatnachricht und melden Sie das gefälschte Profil an Tiktok. (8.6.2026)

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Damen- und Herrenmode aus China statt Zürich

Drei Meldungen gingen allein im vergangenen Mai beim Konsumentenschutz zu Fischerwarenhaus.com ein. Der Onlineshop suggeriert lokale Verankerung durch die Bezeichnung «Fischer Warenhaus Zürich». Zwar deklariert das Unternehmen auf seiner Website unter dem Stichwort «Über uns» den Direktversand aus China, jedoch nicht auf der Produktebene – ein klassisches Modell für Dropshipping. Zudem drängen künstliche Dauerrabatte von bis zu 60 Prozent zum schnellen Kauf.

Auf Trustpilot kommt der Shop auf eine durchschnittliche Bewertung von 3,7 von 5 Sternen. Etliche Rückmeldungen sind überaus negativ: So entsprachen bestellte Bikinis weder den Abbildungen noch der Passform. Ausserdem wird das Werbeversprechen «30 Tage Rückgaberecht: Einfach zurücksenden» gemäss einer Kundin nicht eingehalten: Wer die Ware retournieren will, muss hohe Portokosten für China selbst tragen oder wird vom Support mit einer 20-Prozent-Erstattung abgespeist.

Die Shopbetreiberin weist auf Anfrage des Beobachters darauf hin, dass regionale Hinweise beim Branding korrigiert worden seien, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Retouren seien transparent geregelt, und vereinzelte Beschwerden seien kein systemisches Problem. Rabatte seien im E-Commerce üblich. Was die Qualität angehe, erfolge diese durch die Auswahl der Lieferanten und im Nachgang durch die kontinuierliche Auswertung von Kundenfeedback. «Bei Beschwerden über bestimmte Produkte prüfen wir diese und entfernen sie gegebenenfalls aus unserem Sortiment», so die Betreiberin.

Tipp: Wie Dropshipping funktioniert und warum Sie besser die Finger davonlassen, zeigt der Beobachter-Ratgeber «Billigware aus China: Das nervt Kunden am meisten». (5.6.2026)
 

Gefälschte Post-Abholscheine im Umlauf

In der Schweiz kursieren aktuell gefälschte Benachrichtigungen über verpasste Postsendungen. Im konkreten Fall meldet die Kantonspolizei Genf manipulierte Abholungseinladungen, die von Tätern direkt in die Briefkästen eingeworfen werden. Als Absender wird dabei die Schweizerische Post vorgetäuscht.

Die Masche funktioniert über einen aufgedruckten QR-Code. Wenn Sie diesen mit dem Smartphone scannen, werden Sie auf eine gefälschte Internetseite weitergeleitet. Dort fordern die Täter Sie dazu auf, ein Lieferdatum auszuwählen, persönliche Angaben zu erfassen und eine Gebühr von Fr. 2.10 zu bezahlen. Dadurch erlangen die Betrüger Zugriff auf Ihre Zahlungsinformationen.

Tipp: Scannen Sie keine QR-Codes von angeblichen Abholungseinladungen, wenn Sie keine Sendung erwarten, und geben Sie niemals sensible Zahlungs- oder Kreditkartendaten auf verlinkten Websites ein. Nutzen Sie für die Sendungsverfolgung ausschliesslich die offizielle Website oder die App der Schweizerischen Post. (4.6.2026)
 

Sicherheitsrisiko bei E-Bikes von Cube

Der Fahrradhersteller Cube ruft bestimmte E-Bikes des Modelljahres 2026 zurück. Betroffen sind Modelle mit «Acid-Carbon Hybrid-Kurbelarmen 2026», die vor dem 8. Mai 2026 ausgeliefert wurden.

Laut Angaben des Herstellers kann der Aluminium-Gewindeeinsatz im Bereich der Pedalaufnahme ausbrechen. Dieser Fehler kann zu einem Versagen der Verbindung führen, was das Risiko für Unfälle, Sachschäden und schwere Verletzungen erhöht. Die betroffenen Kurbelarme müssen zwingend ersetzt werden.

Tipp: Fahren Sie nicht mehr mit dem betroffenen E-Bike. Überprüfen Sie anhand der Rahmen-Seriennummer (zu finden am Tretlager) über die verlinkte Website oben, ob Ihr E-Bike vom Rückruf betroffen ist. Wenden Sie sich an den Fachhändler, bei dem Sie das Fahrrad gekauft haben, um den Austausch vornehmen zu lassen. (4.6.2026)

Anruf von der falschen Polizei

Telefonbetrüger kontaktieren derzeit vermehrt ältere Menschen mit sogenannten Schockanrufen – unter anderem im Kanton Tessin. Die Täter geben sich als Polizisten aus.

In einem konkreten Fall behaupteten sie, ein Familienmitglied sei in einen Raubüberfall verwickelt und man müsse sofort Geld zahlen, damit es nicht ins Gefängnis komme. Die Tessiner Kantonspolizei konnte jedoch zwei tatverdächtige Italiener festnehmen, als sie Geld und Schmuck abholen wollten.

Tipp: Legen Sie sofort auf, wenn Unbekannte am Telefon Geld fordern. Rufen Sie bei Verdacht die Polizei via 117 oder 112 an und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer. (2.6.2026)
 

Lidl ruft vegane Gemüsescheiben wegen Verletzungsgefahr zurück

Lidl Schweiz ruft das vegane Produkt «Vemondo BBQ Gemüse Scheiben» (Packungsgrösse 2× 100 g) zurück. In dem betroffenen Grillgemüse wurden harte Paprikastiele gefunden. Beim Verzehr besteht eine akute Verletzungsgefahr im Mund- und Rachenraum. Der Rückruf erfolgt in Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Vollzugsbehörden und betrifft alle Mindesthaltbarkeitsdaten.

Tipp: Konsumieren Sie das Produkt keinesfalls. Sie können die betroffenen Packungen in jeder Lidl-Filiale in der Schweiz zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. (2.6.2026)
 

Meyer Basel verkauft fünfblättrige Kleeblätter

Ein Beobachter-Leser wollte über die Website Meyerbasel.ch hochwertigen Schmuck bestellen. Bekommen hat er mangelhafte Ware aus China. Die gelieferte Kleeblatt-Kette hatte fünf statt der beworbenen vier Blätter. Zudem fehlte ein Teil der Lieferung komplett. Als der Kunde sein Geld zurückforderte, verweigerte der Kundendienst eine Rückerstattung – und bot nur einen Warengutschein an.

Mit diesen Erfahrungen ist der Beobachter-Leser nicht alleine. Der Konsumentenschutz führt den Anbieter auf seiner Liste der problematischen Onlineshops. Auf Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram laufen aktuell über 50 aktive Werbeanzeigen für den Shop. Der Shopbetreiber reagierte nicht innerhalb der gesetzten Frist auf eine Anfrage, als der Beobachter ihn mit den Vorwürfen konfrontierte.

Tipp: Seriöse Händler nennen im Impressum den Firmennamen, eine physische Postadresse sowie direkte Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail oder Telefonnummer. Fehlen diese Angaben, handelt es sich meist nicht um eine seriöse Firma. (1.6.2026)
 

Warnungen im Mai 2026

Fliegende Goldhändler wollen billig zu Schmuck kommen

Es klingelt an der Haustür und ein unangemeldeter Händler bietet an, alten Schmuck oder Gold direkt vor Ort abzukaufen. Solche Geschäfte an der Haustür beschäftigen im Kanton Luzern derzeit die Polizei. Sie stellt im gesamten Kantonsgebiet eine Zunahme fest.

Strafbar ist der Ankauf von Schmuck an der Haustür nicht. Wer das Angebot annimmt, geht jedoch das Risiko ein, den Schmuck unter Wert zu verkaufen. Denn laut Polizei umgehen die Händler bei spontanen Geschäften an der Haustür häufig gesetzliche Vorgaben, während gewerbliche Händler von Edelmetallen gewisse Sorgfalts- und Dokumentationspflichten erfüllen müssen. Dazu gehören die Registrierung bei der Eidgenössischen Edelmetallkontrolle, die Nutzung einer geeichten Waage sowie das Ausstellen korrekter Quittungen.

Tipp: Lassen Sie sich an der Haustür nicht dazu überreden, Gold, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu verkaufen, und gelangen Sie an autorisierte Händler, die über eine offizielle Registrierung verfügen. Falls Sie Altgold verkaufen wollen, lohnt es sich, verschiedene Angebote einzuholen, um eine gute Vorstellung des tatsächlichen Werts zu erhalten. (29.5.2026)
 

Gefälschte Ticket-Gewinnspiele auf Social Media

Auf verschiedenen sozialen Netzwerken locken derzeit angebliche Ticketverlosungen etwa für die Eishockey-WM in der Schweiz. Wer einen solchen Beitrag kommentiert, mit «Gefällt mir» markiert oder mit anderen teilt, soll angeblich am Gewinnspiel teilnehmen.

Leider stecken hinter derartigen Wettbewerben auch Betrüger, die Logos und Bilder von echten Firmen kopieren, wie Cybercrimepolice.ch schreibt. Sie melden sich bei den Teilnehmenden anschliessend über eine Direktnachricht und fordern persönliche Daten sowie Kreditkarteninformationen für eine Vorauszahlung. Als Begründung werden angebliche Versandkosten, Bearbeitungsgebühren oder eine notwendige Verifizierung der Identität genannt.

Tipp: Prüfen Sie Gewinnspiele immer auf der offiziellen Website oder den offiziellen Social-Media-Kanälen des jeweiligen Unternehmens. Wird für einen Gewinn Geld verlangt, lassen Sie die Finger davon. (28.5.2026)
 

Falsche Staatsanwaltschaft fordert Kaution nach angeblichem Unfall

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor einem Schockanruf, bei dem sich die Täterschaft als Staatsanwaltschaft ausgibt. Im konkreten Fall wurde eine 68-jährige Frau dazu gedrängt, eine Kaution für ihre Tochter zu zahlen, die angeblich einen Unfall verursacht hatte, Die «Staatsanwältin» forderte mehrere Zehntausend Franken, die an eine Person in der Nähe übergeben werden sollten.

Weil die angerufene Frau die Notrufzentrale verständigte, konnte die Polizei Hinwil ZH einen mutmasslichen Geldabholer vor dem Haus verhaften. Sie führte ihn nach einer Befragung der echten Staatsanwaltschaft zu.

Tipp: Schockanrufe wie diese setzen die Angerufenen unter enormen zeitlichen und psychischen Druck. Beenden Sie das Telefongespräch umgehend. Rufen Sie die Polizei über die Notrufnummer 117 an oder melden Sie verdächtige Anrufe auf Telefonbetrug.ch. (27.5.2026)
 

Zu hohe Pestizidwerte: Szechuan-Pfeffer der Marke «Eaglobe» betroffen

Es findet aktuell ein vorsorglicher Rückruf für den Szechuan-Pfeffer «Poivre Sauvage du Sichuan» der Marke «Eaglobe» statt. In dem Produkt wurden Rückstände von mehreren Pestiziden nachgewiesen, die die gesetzlichen Höchstwerte überschreiten.

Der Rückruf umfasst die Packungsgrössen von 57 Gramm und 500 Gramm mit den Artikelnummern 5815 und 5816. Betroffen sind die Packungen mit dem Haltbarkeitsdatum 30.4.2027 respektive 30.6.2027.

Tipp: Konsumieren Sie das betroffene Produkt auf keinen Fall. Bringen Sie das Gewürz an die Verkaufsstelle zurück. (26.5.2026)
 

Rückrufe: Kunststoffteile in Bärlauch-Pesto und Schimmelpilz in Dinkelwaffeln

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Isana Naturfeinkost GmbH & Co. Produktions- und Handels KG das Produkt «Pesto Bärlauch 165 g» der Marke Bioverde gemäss Recall Swiss zurück. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Gläser blaue Kunststoffkörper enthalten. Hierbei handelt es sich vermutlich um Teile einer Sammelkiste für den Bärlauch. Der Hersteller hat die betroffene Ware umgehend aus dem Verkauf genommen. Betroffen ist das Glas mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12.7.2026. Andere Mindesthaltbarkeitsdaten sind von diesem Rückruf nicht betroffen.

Ein weiterer Rückruf betrifft das Produkt «EnerBio Dinkel Waffeln Natur» des Drogeriemarkts Rossmann. In dem verwendeten Dinkel wurden erhöhte Gehalte des Schimmelpilzgiftes Ochratoxin A festgestellt. Dieses Gift gilt bei regelmässigem Verzehr als krebserregend. Betroffen ist das Produkt mit der Artikelnummer 4305615676876 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 18.1.2027.

Tipp: Verwenden Sie die entsprechenden Produkte nicht. Bringen Sie die gekaufte Ware zur Einkaufsstätte zurück. Der Kaufpreis wird Ihnen auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. (22.5.2026)
 

Achtung beim Onlineshop Velura: Billigware aus China

Der Konsumentenschutz warnt vor dem Onlineshop Veluraswitzerland.ch (beziehungsweise Velurashop.ch).

Aus seiner Sicht handelt es sich um einen unseriösen Dropshipping-Anbieter für Damenunterwäsche und ‑kleidung, unter anderem weil die Website mit einem «Schweizer Familienunternehmen» lockt. Tatsächlich steckt dahinter ein Einzelunternehmer, der die Firma erst kürzlich gründete und zuvor bereits einen anderen Onlineshop löschte. Schweizerisch ist nur die Webdomain mit der Endung «.ch».

Auf Trustpilot vergeben 94 Prozent der Kundschaft nur einen Stern. Ein enttäuschter Käufer bilanziert: «Gaukelt Schweizer Qualität und einen Warenversand aus der Schweiz vor – leider falsch, Paket kommt direkt aus China.» Zudem moniert eine weitere Person massive Zusatzkosten für den Zoll, da die Sendung mangelhaft deklariert war.

Trotz dieser Kritik wirbt der Shop auf Facebook und Instagram aggressiv um neue Kundschaft. Der Inhaber liess eine Anfrage des Beobachters unbeantwortet. Die vollständige Liste der beanstandeten Shops finden Sie hier: Warnliste des Konsumentenschutzes.

Tipp: Wie Sie sich gegen solche Maschen wehren können, erfahren Sie im Beobachter-Ratgeber «Billigware aus China: Das nervt Kunden am meisten». (21.5.2026)
 

Falsche Polizisten und Monteure

Die Kantonspolizeien Freiburg, Luzern und Schaffhausen warnen vor einer massiven Welle von Trickbetrügereien.

Falsche Polizisten und Spoofing (Kanton Freiburg): Die Betrüger nutzen die Technologie des «Caller ID Spoofing». Dabei manipulieren sie die Telefonanzeige so, dass auf dem Display der Opfer die offizielle Rufnummer der Freiburger Einsatz- und Alarmzentrale (026 347 01 17) erscheint. Die angeblichen Polizisten behaupten meist, dass Angehörige in Unfälle verwickelt seien oder das Vermögen auf der Bank wegen Einbrüchen in der Nachbarschaft nicht mehr sicher sei.

Falsche Bankmitarbeiter und Cyber-Trick (Kanton Luzern): Hier geben sich die Anrufer als Angestellte der Sicherheits- oder Cybercrime-Abteilung von Banken aus. Sie behaupten, eine «verdächtige Kontobelastung» blockiert zu haben. Unter dem Vorwand, das Konto zu sichern, bringen sie die Opfer dazu, eine Fernwartungssoftware wie Anydesk oder Teamviewer auf dem Computer oder Smartphone zu installieren. Damit erlangen die Täter vollen Zugriff auf das E-Banking. In einem Fall konnten die Täter so mehrere Tausend Franken von einem Bankkonto abbuchen.

Falsche Monteure und Einschleichdiebstahl (Kanton Schaffhausen): Bei dieser Variante agieren die Täter direkt an der Haustüre. Sie geben sich als Handwerker, Stromableser oder Monteure aus, die dringend die Leitungen im Haus überprüfen müssten. Während ein Täter das Opfer in ein Gespräch verwickelt oder ablenkt, schleicht sich ein Komplize in die Wohnung und stiehlt Bargeld und Schmuck.

Tipps:

  • Gesundes Misstrauen: Die Polizei verlangt am Telefon nie Geld, Kautionen oder die Herausgabe von Wertsachen.
  • Keinen Fremdzugriff gewähren: Installieren Sie keine Software oder Apps auf Aufforderung von Telefonanrufern, auch nicht bei vermeintlichen Bankangestellten.
  • Fremde nicht ins Haus lassen: Lassen Sie keine Handwerker oder Monteure in die Wohnung, die Sie nicht selbst bestellt oder die die Hausverwaltung nicht schriftlich angekündigt hat.
  • Über offizielle Rufnummer bestätigen: Legen Sie bei Verdacht sofort auf und wählen Sie selbst den Notruf 117 oder die offizielle Nummer Ihrer Bank. (20.5.2026)
     

Gefälschtes Angebot für ein Geschenkset mit Kosmetika

Das Kosmetikunternehmen Rituals warnt schon seit längerem vor gefälschten Nachrichten per Mail oder SMS, die ein Geschenkset zum Geburtstag enthalten. Auch der «Blick» berichtete 2025 darüber.

Bei der aktuellen Mail, die dem Beobachter vorliegt, wird der Kunde mit dem richtigen Vornamen in Englisch angesprochen. Um das Geschenkset einzulösen, wird auf eine gefälschte deutschsprachige Website verlinkt, die dem Original und den Produktbildern sehr ähnlich ist. Angeboten wird ein vierteiliges Set aus einer Kosmetiklinie für 2,65 Euro, deren Einzelpreise im richtigen Shop zusammen ungefähr 90 Franken ausmachen würden. Damit man das Geschenkset erhält, wird neben dem vorausgefüllten Formular mit Vor-, Nachnamen und Mailadresse eine Wohnadresse verlangt. Andere Empfänger der Mail berichten in Internetforen, dass im Kleingedruckten ein wiederkehrendes Abo für 43 Euro berechnet wird.

Besonders perfid: Beim vorliegenden Fall des Beobachters wurde die gefälschte Nachricht tatsächlich zum Geburtstag des Empfängers verschickt. Ob die Angaben aus einem Datenleck stammen, welches das Unternehmen im April 2026 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, ist unbekannt. Bei den abgezogenen Informationen handelt es sich gemäss Rituals um Namen, Mailadressen, Rufnummern sowie Geburtsdaten.

Tipp: Für ein Geschenk wird in der Regel kein Geld verlangt. Und selbst wenn Sie zahlen müssten: Werden Sie skeptisch, wenn der Preis zu schön ist, um wahr zu sein. Achten Sie auf den Absender der Mail und ob es sich um eine offizielle Unternehmensadresse handelt. Löschen Sie die Nachricht und klicken Sie auf keine Verlinkungen. (19.5.2026)
 

SMS-Betrug im grossen Stil zu verpassten Paketen

In der Schweiz häufen sich Vorfälle mit sogenannten SMS-Blastern. Das Bundesamt für Cybersicherheit warnte bereits letztes Jahr vor dieser neuen Art von Masche. Kriminelle umgehen dabei die Filter der Mobilfunkanbieter, indem sie mobile Antennen zum Beispiel in Fahrzeugen mitführen und so das Mobilfunksignal von Smartphones «anzapfen». Auf diese Weise erhalten alle Handys in der näheren Umgebung eine SMS, ohne dass die Betrüger die Telefonnummer kennen müssten.

Bei den aktuellen Betrugsfällen berichten Betroffene, gefälschte SMS im Namen der Post oder von DPD erhalten zu haben, weil etwa ein Paket nicht zugestellt werden konnte. Die Opfer werden über die SMS auf eine täuschend echte Phishing-Website geführt, bei der Kreditkartendaten entwendet werden.

Tipp: Löschen Sie verdächtige Paket-SMS sofort. Klicken Sie niemals auf enthaltene Links. Die Post verlangt nie via SMS-Link, dass Sie eine Zahlung durchführen. Seien Sie misstrauisch bei SMS, die allgemein zu einer Zahlung auffordern, da es auch andere Betrugsfälle zu angeblichen Parkbussen gibt. Geben Sie nie private Bankdaten preis. (18.5.2026)
 

Rückruf von Rauchmöckli bei Aldi Suisse

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen warnt vor dem Verzehr von Rauchmöckli der Marke Alpina, die bei Aldi Suisse verkauft wurden. Bei einer Kontrolle wurden STEC-Bakterien (Kolibakterien) nachgewiesen, die Giftstoffe bilden und schwere Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. Betroffen ist ausschliesslich die Packung mit 90 Gramm und der Charge mit der Lotnummer L7490179 sowie dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6.6.2026.

Tipp: Essen Sie die Rauchmöckli nicht. Bringen Sie die gekaufte Ware in eine Filiale von Aldi Suisse zurück; der Kaufpreis wird erstattet. Bei Symptomen wie Übelkeit oder Durchfall sollten Sie umgehend medizinisches Fachpersonal konsultieren. (15.5.2026)
 

Crystalli Schwiiz: Webauftritt deutet auf Dropshipping hin

Der Konsumentenschutz warnt vor dem Onlineshop Crystalli-schwiiz.com. Aus seiner Sicht handelt es sich um einen unseriösen Dropshipping-Anbieter für Mode und Accessoires.

Auf der Liste des Konsumentenschutzes wird der Shop unter anderem deshalb als problematischer Anbieter geführt, weil das Impressum unvollständig und die Herkunft der Ware nicht transparent deklariert ist. Dies stelle einen potenziellen Verstoss gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) dar. Auf der Website des Shops wird zwar eine Geschäftsadresse in Zürich genannt, doch das Impressum weist ein Lager in Hongkong aus.

Auf Trustpilot zeigen sich bei den Rezensionen ebenfalls Auffälligkeiten: Ein Bewertungsprofil enthält zahlreiche positive Berichte in ähnlichem Stil, während Kunden auf einem weiteren Profil lange Lieferfristen, Qualitätsmängel und Probleme bei Rückerstattungen kritisieren. Der Shop nahm auf Anfrage des Beobachters keine Stellung zu den Vorwürfen.

Tipp: Wie Sie bei Problemen mit einem Dropshipping-Anbieter vorgehen, erfahren Sie im Beobachter-Ratgeber «Billigware aus China: Das nervt Kunden am meisten». (12.5.2026)
 

Augen-Gel ist möglicherweise nicht steril

Das Pharmaunternehmen OmniVision AG hat in Abstimmung mit dem Schweizerischen Heilmittelinstitut (Swissmedic) einen vorsorglichen Rückruf des Produkts «Lacri-Vision Augen-Gel» eingeleitet. Betroffen sind die Chargen 10138 und 10140 mit dem Verbrauchsdatum 30.11.2028.

Der Grund für diesen Rückruf ist ein Fehler in der Produktion. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Augen-Gel nicht mehr steril ist.

Der Rückruf erfolgt als reine Vorsichtsmassnahme für alle Patientinnen und Patienten, da verunreinigte Augentropfen schwere Infektionen verursachen können. Bisher sind im Zusammenhang mit diesen zurückgerufenen Chargen jedoch keine Gesundheitsprobleme gemeldet worden.

Tipp: Kontrollieren Sie die Chargennummer auf Ihrer Packung. Sollten Sie ein Produkt der Charge 10138 oder 10140 besitzen, benutzen Sie dieses nicht mehr. Bringen Sie betroffene Tuben zu Ihrer Apotheke oder Arztpraxis zurück. Für weitere Rückfragen steht die OmniVision AG unter der Telefonnummer 052 675 00 15 zur Verfügung. (8.5.2026)
 

Listerien in Enoki-Pilzen der Marke Green Box Limited

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen warnt vor dem Verzehr von Enoki-Pilzen der Marke Green Box Limited. In Proben der 100-Gramm-Packung wurden Listerien nachgewiesen, die schwere gesundheitliche Risiken bergen.

Eine Listerien-Infektion kann insbesondere bei immungeschwächten Personen sowie bei Schwangeren lebensgefährlich sein. Sie kann Ursache für eine Fehlgeburt sein oder dazu führen, dass das Kind mit einer Blutvergiftung oder einer Hirnhautentzündung geboren wird.

Betroffen ist ausschliesslich das Produkt mit dem Warenlos G22030. Es wurde in folgenden Geschäften in der Schweiz verkauft:

  • Dragon d’Or, Freiburg
  • Panier d’Asie, Martigny
  • Lian Hua GmbH, Zürich
  • Tang Engros AG, Basel
  • YumiHana Zürich, Basel und Bern

Tipp: Konsumieren Sie die Pilze keinesfalls. Bringen Sie gekaufte Packungen umgehend in die Verkaufsstelle zurück. Bei bereits erfolgtem Verzehr und auftretenden Symptomen wie Fieber oder Kopfschmerzen sollten Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. (7.5.2026)

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Weitere Warnungen aus dem Archiv

Hier finden Sie weitere Meldungen zu folgenden Bereichen:

 

Betrug im Internet
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Einfacher Job, schnelles Geld: Das ist eine Falle
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Betrug via soziale Medien
Whatsapp: Gefälschte Gruppeneinladung
Phishing-Mail und -SMS
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Handy gestohlen: Nachricht vom angeblichen Finder
Microsoft-Sharepoint: Betrüger kapern Zugang zu Konto
Paypal: Dringende Kontoprüfung ist ein Fake
Rechnung mit Zipdatei und schädlichem Javascript-Code
Ricardo: Gefälschte Mail fordert zur Verifizierung auf
Serafe: Betrügerische Rechnungen im Umlauf
Telefonbetrug
Falsche Polizisten und Bankkundenberater am Hörer
Spoofing: Vorsicht bei unbekannten Rufnummern
Twint: Falscher Support am Telefon

Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals am 5. Januar 2026 veröffentlicht und wird laufend um weitere Warnmeldungen für 2026 fortgeführt.

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