Es ist zwar schon so, dass man bei noch ausstehenden Prämien und nicht bezahlten Kostenbeteiligungen die Grundversicherung grundsätzlich nicht wechseln kann. Ihre Krankenkasse handelt aber in der irrigen Annahme, dass jeder Ausstand eine gültige Kündigung ver­hindert. Dem ist jedoch nicht so.

Damit die Krankenkasse die Kündigung in solchen Fällen ablehnen kann, muss sie vielmehr rechtzeitig eine schriftliche Mahnung geschickt und auf die ausstehenden Beträge aufmerksam gemacht haben. Rechtzeitig heisst in diesem Fall: Die Mahnung muss bis Ende November erfolgt sein.

Später eintreffende Rechnungen oder Mahnungen stehen einem Kassenwechsel nicht entgegen. Da Ihnen die Rechnung erst im Dezember zugestellt wurde, muss die Krankenkasse Ihre Kündigung ganz eindeutig akzeptieren – und Sie per Ende Jahr ziehen lassen.