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RechtsstreitigkeitenRechtsberatung zum Nulltarif

Unentgeltliche Rechtsberatung
Eine unentgeltliche Rechtsauskunft ersetzt keine umfassende Beratung, verschafft aber immerhin einen ersten Überblick über die Rechtslage. Bild: Thinkstock Kollektion

Es gibt in der Schweiz verschiedene Stellen, wo Ratsuchende gratis Auskünfte zu Rechtsproblemen einholen können.

von Beobachter Redaktionaktualisiert am 2017 M10 17

Eine solche unentgeltliche Rechtsauskunft ersetzt jedoch keine umfassende Beratung. Vielmehr können Ratsuchende in kurzen Besprechungen erste Auskünfte zu Rechtsfragen einholen, einfache Rechtsprobleme aus dem Alltag oder die Weiterleitung an die zuständige Behörde/Stelle bei komplexeren Fragen klären.

  • Schweizerischer Anwaltsverband: In den meisten Kantonen betreiben die kantonalen Anwaltsverbände Rechtsauskunftsstellen. Die Mitglieder des Verbandes erteilen unentgeltlich oder gegen Entrichtung einer bescheidenen Gebühr Rechtsberatung. Ohne Voranmeldung können Sie sich im persönlichen Gespräch in der Rechtsauskunftsstelle beraten lassen. In der Regel stehen dafür 15 bis 30 Minuten zur Verfügung. In einigen Kantonen können Rechtsfragen telefonisch gestellt werden. Die Liste der kantonalen Rechtsauskunftsstellen findet man unter www.sav-fsa.ch
  • Gemeinden: Viele Gemeindeverwaltungen haben Sprechstunden für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet, die Rechtsauskunft brauchen. Oder sie subventionieren gar Vollzeitberatungsstellen. In der Regel ist die erste Konsultation unentgeltlich. Siehe Website der jeweiligen Gemeinde, resp. bei der Gemeinde- oder Stadtkanzlei anfragen.
  • Ausgleichskassen: Für Fragen der Altersvorsorge sind die Ausgleichskassen der Kantone zuständig. Die Adressen finden Sie unter www.ahv.ch
  • Gerichte: Rechtsberatungsstellen führen auch viele Bezirks- und Arbeitsgerichte. Siehe die Websites der Kantone und Gerichte.
  • Berufsverbände: Die meisten Berufsverbände gewähren ihren Mitgliedern unentgeltliche Rechtsberatung.
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  • Gewerkschaften: Auch Gewerkschaftsmitglieder haben Anspruch auf Rechtsschutz und Rechtsberatung. Der Rechtsschutz deckt die Kosten für Anwältin oder Anwalt, Expertise und Gerichtsverhandlung. Er besteht für alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit beruflichen und gewerkschaftlichen Tätigkeiten oder mit den Sozialversicherungen. Siehe Website des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes unter www.sgb.ch (geben Sie dort Ihren Kanton an, um die gewünschten Adressen zu erhalten).
  • Frauenzentralen: In der Schweiz existieren 16 Frauenzentralen. Jede dieser Frauenzentralen ist eine eigenständige Organisation mit unterschiedlicher Ausrichtung und unterschiedlichem Aufgabenbereich. Einige der Frauenzentralen bieten unentgeltliche Rechtsberatung. Die Liste mit Links zu den einzelnen Zentralen findet sich auf der Website www.frauenzentrale.ch
  • Mietfragen: Die Schlichtungsbehörden für Miet- und Pachtsachen erteilen unentgeltlich Rechtsauskunft. Welche für Sie zuständig ist und wann die Sprechstunde stattfindet, finden sie unter www.mietrecht.ch. Der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (MV) unterhält ebenfalls Rechtsberatungsstellen – für MV-Mitglieder ist die Beratung kostenlos – sowie Hotlines, zu finden unter: www.mieterverband.ch
  • Hauseigentümer: Die Mitgliedschaft beim Hauseigentümerverband beinhaltet bei allen Sektionen das Recht auf eine kostenlose telefonische Rechtsauskunft. Darüber hinaus bieten die Sektionen je nach Struktur und Grösse der jeweiligen Sektion des HEV ihren Mitgliedern weitere Beratungsmöglichkeiten an: www.hev-schweiz.ch
  • Patientenorganisation: Die Beratungszentren der Patientenorganisation Schweiz findet man unter www.spo.ch. Im Mitgliederbeitrag ist eine Patienten-Rechtsschutzversicherung inbegriffen. Anwalts- und Gerichtskosten werden bis zu CHF 250'000 pro Haftpflichtfall übernommen.
  • Auch Banken und Versicherungen verfügen über unentgeltliche Rechtsauskunftstellen.

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