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RechtsstreitigkeitenRechtsberatung zum Nulltarif

Es gibt in der Schweiz verschiedene Stellen, wo Ratsuchende gratis Auskünfte zu Rechtsproblemen einholen können.

Eine unentgeltliche Rechtsauskunft ersetzt keine umfassende Beratung, verschafft aber immerhin einen ersten Überblick über die Rechtslage.
von aktualisiert am 26. Januar 2018

Eine solche unentgeltliche Rechtsauskunft ersetzt jedoch keine umfassende Beratung. Vielmehr können Ratsuchende in kurzen Besprechungen erste Auskünfte zu Rechtsfragen einholen, einfache Rechtsprobleme aus dem Alltag oder die Weiterleitung an die zuständige Behörde/Stelle bei komplexeren Fragen klären.

  • Schweizerischer Anwaltsverband: In den meisten Kantonen betreiben die kantonalen Anwaltsverbände Rechtsauskunftsstellen. Die Mitglieder des Verbandes erteilen unentgeltlich oder gegen Entrichtung einer bescheidenen Gebühr Rechtsberatung. Ohne Voranmeldung können Sie sich im persönlichen Gespräch in der Rechtsauskunftsstelle beraten lassen. In der Regel stehen dafür 15 bis 30 Minuten zur Verfügung. In einigen Kantonen können Rechtsfragen telefonisch gestellt werden. Die Liste der kantonalen Rechtsauskunftsstellen findet man unter www.sav-fsa.ch
  • Gemeinden: Viele Gemeindeverwaltungen haben Sprechstunden für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet, die Rechtsauskunft brauchen. Oder sie subventionieren gar Vollzeitberatungsstellen. In der Regel ist die erste Konsultation unentgeltlich. Siehe Website der jeweiligen Gemeinde, resp. bei der Gemeinde- oder Stadtkanzlei anfragen.
  • Ausgleichskassen: Für Fragen der Altersvorsorge sind die Ausgleichskassen der Kantone zuständig. Die Adressen finden Sie unter www.ahv.ch
  • Pensionskasse: Der Verein BVG Auskünfte bietet am ersten Mittwoch im Monat an verschiedenen Standorten in der Schweiz unentgeltliche Beratungen an.
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  • Senioren: Für ältere Menschen und deren Angehörige beraten Sozialarbeitende der Pro Senectute ihre Mitglieder auch in Fragen des Sozialversicherungsrechts, Erbrechts und des Erwachsenenschutzrechts.
  • Sozialhilfe: Die unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht UFS berät und vertritt Armutsbetroffene in sozialhilferechtlichen Angelegenheiten vor Gericht. Jeden Montag und Mittwoch betreibt die UFS ein Beratungstelefon bei Fragen zur Sozialhilfe und Problemen mit dem Sozialamt.
  • Erwachsenen- und Kinderschutzrecht: Betroffene und Angehörige einer fürsorgerischen Unterbringung sowie einer Massnahme des Kindes- und Erwachsenenschutzes, die nicht mehr weiter wissen, erhalten bei der Anlaufstelle Kindes- und Erwachsenenschutz (KESCHA) eine telefonische Beratung in diesen Fragen.
  • Gerichte: Rechtsberatungsstellen führen auch viele Bezirks- und Arbeitsgerichte. Siehe die Websites der Kantone und Gerichte.
  • Berufsverbände: Die meisten Berufsverbände gewähren ihren Mitgliedern unentgeltliche Rechtsberatung.

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Mehr zum Beratungs-Angebot des Beobachters

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  • Gewerkschaften: Auch Gewerkschaftsmitglieder haben Anspruch auf Rechtsschutz und Rechtsberatung. Der Rechtsschutz deckt die Kosten für Anwältin oder Anwalt, Expertise und Gerichtsverhandlung. Er besteht für alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit beruflichen und gewerkschaftlichen Tätigkeiten oder mit den Sozialversicherungen. Siehe Website des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes unter www.sgb.ch (geben Sie dort Ihren Kanton an, um die gewünschten Adressen zu erhalten).
  • Frauenzentralen: In der Schweiz existieren 16 Frauenzentralen. Jede dieser Frauenzentralen ist eine eigenständige Organisation mit unterschiedlicher Ausrichtung und unterschiedlichem Aufgabenbereich. Einige der Frauenzentralen bieten unentgeltliche Rechtsberatung. Die Liste mit Links zu den einzelnen Zentralen findet sich auf der Website www.frauenzentrale.ch
  • Mietfragen: Die Schlichtungsbehörden für Miet- und Pachtsachen erteilen unentgeltlich Rechtsauskunft. Welche für Sie zuständig ist und wann die Sprechstunde stattfindet, finden sie unter www.mietrecht.ch. Der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (MV) unterhält ebenfalls Rechtsberatungsstellen – für MV-Mitglieder ist die Beratung kostenlos – sowie Hotlines, zu finden unter: www.mieterverband.ch
  • Hauseigentümer: Die Mitgliedschaft beim Hauseigentümerverband beinhaltet bei allen Sektionen das Recht auf eine kostenlose telefonische Rechtsauskunft. Darüber hinaus bieten die Sektionen je nach Struktur und Grösse der jeweiligen Sektion des HEV ihren Mitgliedern weitere Beratungsmöglichkeiten an: www.hev-schweiz.ch
  • Patientenorganisation: Die Beratungszentren der Patientenorganisation Schweiz findet man unter www.spo.ch. Im Mitgliederbeitrag ist eine Patienten-Rechtsschutzversicherung inbegriffen. Anwalts- und Gerichtskosten werden bis zu CHF 250'000 pro Haftpflichtfall übernommen.
  • Behindertenorganisationen: Inclusion Handicap bietet Rechtsberatung für Menschen mit Behinderungen sowie für deren Angehörige unter www.inclusion-handicap.ch an, egal von welcher Art die Behinderung ist. Der Rechtsdienst von www.procap.ch unterstützt ebenfalls Menschen mit Behinderung und berät rund um das Thema Invalidität.
  • Auch Banken und Versicherungen verfügen über unentgeltliche Rechtsauskunftstellen.

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