Wenn das Leben ernst wird

Wenn das Leben ernst wird

Von Tina Berg, Daniel Benz, Jasmine Helbling und Birthe Homann
am 20.06.2019
Quelle: Philip Bürli

Umweg, Sackgasse, Abkürzung: Viele Wege führen ins Arbeitsleben. Wie sich ein wandelnder Arbeitsmarkt und Bedürfnisse nachrückender Generationen auf den Berufseinstieg auswirken – und welche Stolpersteine und Freiheiten den Weg säumen.

«Es ist nicht einfach, sich für einen Beruf zu entscheiden, wenn man so viele Freiheiten hat», sagt Soziologe Peter Kels von der Hochschule Luzern. Tatsächlich ist die Arbeitswelt heute voller Möglichkeiten. Es gibt verschiedene Lebenswege und Ziele. Unzählige Ausbildungsmöglichkeiten. Umorientieren ist jederzeit möglich. Man muss sich nicht gleich festlegen und kann auch erst nach einer ausgedehnten Weltreise im Traumjob landen. Oder eine Abkürzung vorbei an der klassischen Ausbildung nehmen und ein Start-up gründen. Oder sich selbst verwirklichen und nur so viel arbeiten wie nötig ist, um das zu ermöglichen. Arbeit als Mittel zum Zweck.

Wunderbar, nicht? Ist der «Ernst des Lebens» plötzlich gar nicht so ernst?

Das kommt ganz darauf an, ob junge Menschen ihren Weg durchs Labyrinth finden. Denn zu viele Optionen können lähmen. Je nach Branche und Ausbildung ist er mit Stolpersteinen gesäumt – Praktika vor einer Lehre oder nach dem Studium sind weit verbreitet. Nicht selten grenzen solche Arbeitsverhältnisse und Extrawünsche der Wirtschaft, wie etwa kostenpflichtige Eignungstests, an Ausbeutung.

Klar ist: der Berufseinstieg ist einer der entscheidenden Zeitpunkte im Leben eines jungen Menschen. In fünf Beiträgen erzählen wir von unterschiedlichen Chancen und Hürden in dieser Lebensphase – Geschichten von jungen Menschen, die es anpacken:

Viele Wege führen ins Arbeitsleben

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Umweg, Sackgasse, Abkürzung – Einstiege ins Berufsleben

Quelle: Beobachter Bewegtbild