Warnungen im Juli

Bio Partner ruft Vollkorn-Reiswaffeln zurück

Die Bio Partner Schweiz AG ruft die «Reiswaffeln Vollkorn 100 g» der Marke Lima zurück. In der betroffenen Produktgruppe wurden erhöhte Werte von Aflatoxin B1 nachgewiesen. Dabei handelt es sich um ein Schimmelpilz-Stoffwechselprodukt, das gesundheitsschädlich sein kann. Betroffen ist ausschliesslich die Ware mit der Artikelnummer 300183036 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 13.11.2026, wie Recall Swiss informiert.

Das Produkt wurde zum Verkauf in Biomärkten, Reformhäusern sowie bei verschiedenen Schweizer Onlineshops angeboten.

Tipp: Verzehren Sie die betroffenen Reiswaffeln nicht mehr, sondern entsorgen Sie sie oder bringen Sie das Produkt in die Verkaufsstelle zurück. (30.7.2026)

Partnerinhalte
 
 
 
 
Die neuesten Meldungen per App erhalten

Möchten Sie stets informiert werden, wenn wir neue Produktrückrufe melden oder vor aktuellen Betrugsmaschen warnen? In der Beobachter-App können Sie «Mitteilungen» der Konsum-Warnliste als Push abonnieren.

Mehr zur Beobachter-App erfahren

Sturzgefahr bei E-Scootern von Decathlon

Decathlon ruft in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung zwei Modelle von Elektro-Tretrollern zurück. Es handelt sich dabei um die E-Scooter SD500E und MD500E von BTWIN. Sie wurden in der Zeit zwischen dem 1. September 2024 und dem 15. Juni 2026 verkauft.

Grund für den Rückruf: Bei intensiver Nutzung kann es zu einem Riss an der Verbindungsstelle zwischen Rahmen und Vorbau kommen. Im schlimmsten Fall droht ein Bruch der Stelle und somit eine erhebliche Sturzgefahr.

Tipp: Verwenden Sie den elektrischen Tretroller ab sofort nicht mehr. Nutzen Sie das Webformular von Decathlon, um genauere Infos zur weiteren Abwicklung zu erhalten. (29.7.2026)
 

Lidl ruft tiefgefrorene Bio-Beerenmischung zurück

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen warnt vor dem Verzehr der tiefgekühlten «Freshona Bio Beerenmischung» in der Packung mit 300 Gramm von Lidl. In Stichproben wurden Noroviren nachgewiesen. Diese lösen Magen-Darm-Erkrankungen mit Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall aus. Lidl hat das Produkt bereits aus dem Verkauf genommen.

Betroffen sind die Produkte mit folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten:

  • 25.2.2028: Lot-Nr. L250226B3
  • 26.3.2028: Lot-Nr. L270326B3
  • 14.4.2028: Lot-Nr. L150426P3

Tipp: Bringen Sie die betroffene Beerenmischung in eine Lidl-Filiale zurück. Der Kaufpreis wird Ihnen auch ohne Vorlegen des Kassenzettels erstattet. (29.7.2026)
 

36 statt 12 Franken: Dubioser Reseller von österreichischen Autobahnvignetten

Wer etwa auf Google nach «Pickerl» sucht, um eine digitale Autobahnvignette für Österreich zu erwerben, sollte nicht auf das erste gesponserte Resultat klicken. Die inoffizielle Reseller-Plattform Digitale-vignette-online.at erscheint zuoberst in den Suchresultaten. Zwar bietet die Website den gewünschten Service an, verbucht dann jedoch anstelle einer einmaligen Zehn-Tage-Vignette für 12 Franken ein wiederkehrendes Abo. So geschehen in einem aktuellen Fall eines Beobachter-Lesers, dessen Kreditkarte nicht nur einmal, sondern gleich dreimal abgebucht wurde.

Gemäss Website ist das Abo zwar sofort kündbar, aber der Kundendienst reagierte nicht auf Stornierungsanfragen. Dem Leser blieb daraufhin nichts anderes übrig, als seine Kreditkarte zu sperren. Auch auf Anfrage des Beobachters an den Website-Betreiber blieb eine Reaktion aus.

Tipp: Die Suchergebnisse unter «Gesponserte Ergebnisse» sind bezahlte Anzeigen. Seien Sie sich bewusst, dass solche gekauften Anzeigen auch von dubiosen Anbietern genutzt werden können und kaufen Sie digitale Autobahnvignetten für Österreich ausschliesslich über die offiziellen Kanäle – genauer bei der ASFINAG (Webshop oder App) sowie bei etablierten Automobilclubs wie TCS, ÖAMTC oder ADAC. (27.7.2026)
 

Käuferinnen auf Tutti und Ricardo manipulieren Versandetiketten

Ein Beobachter-Leser hat womöglich eine neue Betrugsmasche auf Online-Marktplätzen aufgedeckt. Wer auf Websites wie Ricardo oder Tutti Gebrauchtwaren verkauft, sollte vorgedruckte Versandetiketten von Käufern genau anschauen, wie dieser Beobachter-Artikel zeigt.

Das Problem: Der Barcode auf der Etikette ist manipuliert, oder der Absender stimmt nicht. Gefälschte Zahlungsbestätigungen sollen Verkäuferinnen und Verkäufer dazu bewegen, das Paket möglichst schnell mit der gefälschten Versandetikette abzuschicken.

Wenn die Käuferin anschliessend behauptet, dass sie die Ware nie erhalten habe, kann der Verkäufer den Versand nicht auf seinen Namen nachweisen. Gemäss Bundesamt für Cybersicherheit fällt diese Methode unter «Kleinanzeigenbetrug».

Tipp: Verwenden Sie beim Versand nie vorgedruckte Etiketten der Käuferin oder des Käufers. Adressieren und frankieren Sie Ihre Pakete und Couverts immer eigenständig über die Post. (24.7.2026)
 

Gefälschte E-Mails versprechen Klimaanlage zum halben Preis

Kriminelle versenden Phishingmails im Namen von Media-Markt. Darin wird ein Rabattcode für 50 Prozent («MM50») für eine portable Klimaanlage versprochen, wie Cybercrimepolice.ch mitteilt.

Um den Gutschein zu aktivieren, sollen Betroffene eine Umfrage starten und ein kurzes Quiz zum Thema Hitze ausfüllen. Zeitdruck-Elemente und eine angebliche Beschränkung der Stückzahl erhöhen den Handlungsdruck. Wer die Fragen beantwortet, wird auf einen gefälschten Onlineshop weitergeleitet. Dort abgefragte Adress- und Kreditkartendaten gelangen direkt in die Hände der Täter, was zu unberechtigten Abbuchungen führen kann.

Tipp: Löschen Sie solche E-Mails oder verschieben Sie diese in den Spam-Ordner. Überprüfen Sie vermeintliche Rabattangebote immer auf der offiziellen Website des Herstellers oder des Händlers und klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten E-Mails. Kein seriöser Anbieter wird Sie dazu drängen, unter Zeitdruck persönliche Informationen oder Kreditkartendaten einzugeben. Wenn Sie bereits Daten eingegeben haben: Sperren Sie umgehend die betroffene Karte über Ihr Finanzinstitut und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (23.7.2026)
 

Listerien in Thai-Fertiggericht von Aldi

Aldi Suisse ruft das Produkt «Asia Fertiggericht Red Thai» zurück. Bei internen Qualitätskontrollen wurden in einzelnen Packungen mit dem Verbrauchsdatum 23.7.2026 Listerien nachgewiesen. Diese Bakterien können gesundheitliche Probleme wie Magen-Darm-Beschwerden, Fieber oder Kopfschmerzen auslösen. Das vorgekochte Thai-Gericht war in allen Filialen von Aldi erhältlich und wurde umgehend aus dem Verkauf genommen.

Tipp: Konsumieren Sie das Gericht auf keinen Fall. Sie können das Produkt in jede Aldi-Filiale zurückbringen und erhalten den Kaufpreis auch ohne Kassenzettel erstattet. (22.7.2026)
 

Hockey-Hybridvisiere von CCM wegen Bruch- und Verletzungsgefahr zurückgerufen

CCM Hockey ruft in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung bestimmte Hybridvisiere zurück. Dabei handelt es sich um einen Gesichtsschutz für Eishockeyspielerinnen und ‑spieler. Nach etwa 12 bis 24 Monaten Nutzung können sich im Polycarbonat-Teil Mikrorisse um die Schraublöcher bilden. Bei einem Aufprall mit hoher Geschwindigkeit, etwa durch einen Puck, kann das Visier brechen, wodurch Verletzungsgefahr besteht.

Betroffen sind folgende Hybrid- und Ersatzvisiere:

FMHVR S/M (Teil 5490135)
FMHVR M/L (Teil 5490136)
ACCHVR M/L (Teil 5490137)
ACCHVR S/M (Teil 5840095)

Tipp: Stellen Sie die Nutzung sofort ein und bringen Sie das Visier zum Händler zurück. Der Kaufpreis wird erstattet oder das Produkt durch ein anderes Modell eines Vollgesichtsschutzes ersetzt. (21.7.2026)
 

Falsche Whatsapp-Gruppenchats für Geburtstagsgeschenke

Eine Beobachter-Leserin warnt vor einer Betrugsmasche auf Whatsapp, bei der man ungefragt zu einem Gruppenchat hinzugefügt wird. In diesem geht es scheinbar darum, Geld für das Geburtstagsgeschenk einer Person aus dem Bekanntenkreis zu sammeln – etwa 300 Franken für einen Schmortopf.

Die Betrüger spekulieren darauf, dass die eingeladenen Personen nicht prüfen, ob sie die anderen Gruppenmitglieder überhaupt kennen, und den Betrag via Twint überweisen. Ein wichtiges Indiz für den Betrug ist, dass sich ausser dem Opfer niemand aus dessen tatsächlichem Umfeld in der Gruppe befindet, obwohl es um das Geschenk für eine Bekannte gehen soll.

Tipp: Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen in Gruppenchats. Verifizieren Sie solche Sammelanfragen immer über einen separaten Kanal direkt bei der betreffenden Person oder beim vermeintlichen Geburtstagskind und verlassen Sie verdächtige Gruppen sofort. (20.7.2026)
 

Gefälschte Paketbenachrichtigungen im Namen von AliExpress führen zu Kreditkartendiebstahl

Aktuell kursieren betrügerische E-Mails, die im Namen der Online-Handelsplattform AliExpress versendet werden. Die Nachrichten täuschen vor, dass ein nicht abgeholtes Paket auf die Zustellung wartet, wie die Kantonspolizei Zürich auf Cybercrimepolice.ch mitteilt.

Empfängerinnen und Empfänger, die auf den enthaltenen Link klicken, werden auf eine täuschend echte Website weitergeleitet, die im Design und Stil von AliExpress von den Betrügern nachgebaut wurde. Dort wird nach der Beantwortung scheinbarer Fragen zur Zustellung eine geringe Versandgebühr von Fr. 1.95 verlangt. Im Anschluss werden persönliche Kontaktdaten sowie Kreditkarteninformationen gefordert. Nach der Eingabe erscheint eine gefälschte Fehlermeldung, um Betroffene zur wiederholten Eingabe oder zur Nutzung einer zweiten Karte zu verleiten. Die erfassten Daten fliessen direkt an die Täter ab, die damit unbefugte Abbuchungen tätigen.

Tipp: Sobald ein Onlinehändler das Paket an den Lieferdienst übergibt, liegt die Verantwortung in der Zustellung bei diesem. Es kann also nicht sein, dass AliExpress oder ein anderer Onlineshop die Empfängerinnen und Empfänger über ein verpasstes Paket informiert und für eine Nachsendung Kreditkartendaten benötigt. Ignorieren und löschen Sie solche Benachrichtigungen. Auch ein echter Lieferdienst verlangt auf diese Art keine Gebühren. Falls Sie bereits Zahlungsdaten eingegeben haben, lassen Sie Ihre Karte umgehend über Ihr Finanzinstitut sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (17.7.2026)
 

Migros ruft Cervelats zurück

Wegen eines Produktionsfehlers enthalten «IP Suisse Riesen Cervelas» von Migros versehentlich Käse, wie der Detailhändler mitteilt. Auf der Verpackung fehlt daher die Deklaration des Allergens Milch (Käse). Für Personen mit einer Milchallergie oder einer Laktoseintoleranz besteht beim Verzehr eine gesundheitliche Gefahr. Wer nicht unter einer solchen Allergie oder Intoleranz leidet, kann die Würste bedenkenlos essen.

Betroffen sind die Produkte mit der Artikelnummer 230533350110 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 29. Juli 2026. Die Cervelats wurden in der ganzen Schweiz in den Migros-Filialen sowie bei Migros Online verkauft.

Tipp: Bringen Sie gekaufte Cervelats in eine Migros-Filiale zurück, der Verkaufspreis wird Ihnen erstattet. Online-Kundinnen und ‑Kunden werden direkt vom Kundendienst kontaktiert. Bei Fragen hilft die M-Infoline unter 0800 84 08 48 weiter. (16.7.2026)
 

Vorsicht: Kettentrickdiebstahl und Treibstoff-Bettler

Die Kantonspolizei Aargau verzeichnet derzeit eine Zunahme von sogenannten Kettentrickdiebstählen sowie Betrugsversuchen durch Treibstoff-Bettler. Beim Kettentrickdiebstahl sprechen die Täter insbesondere ältere Menschen unter einem falschen Vorwand an, um etwa nach dem Weg zu fragen. Dabei hängen sie ihren Opfern als Zeichen des Dankes eine Halskette um, die sie mit der echten – teureren – Kette der angesprochenen Person vertauschen.

Bei der zweiten Masche sprechen Personen Passanten und Autofahrer auf Parkplätzen, an Tankstellen oder Hauptverkehrsachsen an. Sie bitten unter dem Vorwand, kein Geld für Treibstoff zu haben, um Bargeld und bieten als vermeintliche Gegenleistung ebenfalls wertlosen Schmuck an.

Tipp: Lassen Sie sich von unbekannten Personen keinen Schmuck anlegen und geben Sie eigenen Schmuck nicht aus der Hand. Weisen Sie aufdringliche Personen laut und bestimmt zurück und entfernen Sie sich aus unangenehmen Situationen. Tragen Sie wertvollen Schmuck verdeckt unter der Kleidung. Geben Sie unbekannten Personen an Tankstellen oder Parkplätzen kein Bargeld und lehnen Sie Schmuckangebote konsequent ab. Melden Sie verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei über den Notruf 117. (15.7.2026)
 

Migros nimmt Rauchlachs-Anschnitte aus dem Handel

Die Migros ruft ihre Rauchlachs-Anschnitte zurück, da bei internen Kontrollen Listerien nachgewiesen wurden. Diese Bakterien können gesundheitliche Probleme wie grippeartige Symptome (Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit) verursachen. Besonders Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten bei Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen.

Vom Rückruf betroffen sind die Packungen mit den Verbrauchsdaten 15.7.2026, 16.7.2026, 23.7.2026, 24.7.2026 und 25.7.2026. Das Produkt wurde in den Migros-Filialen der gesamten Schweiz sowie auf Migros Online verkauft.

Tipp: Essen Sie die Rauchlachs-Anschnitte nicht. Bringen Sie das Produkt in eine Migros-Filiale zurück, um den Kaufpreis erstattet zu bekommen. Die Onlinekundschaft wird direkt kontaktiert. (15.7.2026)
 

Manor ruft Ziegenkäse wegen Listerien-Gefahr zurück

Manor ruft den französischen Ziegenweichkäse «Le Valençay» (150 g) der Marke Luisier zurück. Bei einer Qualitätskontrolle wurden Listerien (Listeria monocytogenes) nachgewiesen. Die Bakterien können Personen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere sowie ungeborene Kinder krank machen.

Vom Rückruf betroffen sind ausschliesslich Packungen mit dem Verbrauchsdatum 21.7.2026. Der Käse wurde in den Manor-Food-Supermärkten verkauft.

Tipp: Konsumieren Sie den Ziegenkäse auf keinen Fall. Sie können das gekaufte Produkt in jeden Manor-Food-Supermarkt zurückbringen. Der Verkaufspreis wird Ihnen voll erstattet. (15.7.2026)
 

Juwelierkeller.ch bietet billige Chinaware als handgefertigten Schmuck an

Auf Youtube kursieren Werbevideos für den Onlineshop Juwelierkeller.ch. Dieser gibt vor, wegen einer Geschäftsaufgabe teure, teilweise handgefertigte Schmuckstücke mit 80 Prozent Rabatt zu verkaufen. Recherchen des Beobachters zeigen jedoch, dass es sich dabei um billigen Modeschmuck aus China handelt und dass es die «Boutique» gar nicht gibt.

Tipp: Kaufen Sie Goldschmuck und Edelsteine nur in Fachgeschäften, denen Sie vertrauen. (14.7.2026)
 

Coop ruft Naturaplan-Bio-Mini-Haselnussrollen zurück

Wegen Schimmelpilzbefalls im Innern des Gebäcks ruft Coop die Naturaplan-Bio-Mini-Haselnussrollen (240 Gramm) zurück. Vom Verzehr wird dringend abgeraten, da eine potenzielle Gesundheitsgefährdung besteht.

Betroffen sind ausschliesslich Produkte mit den folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten: 28.6.2026, 1.7.2026, 3.7.2026, 5.7.2026, 8.7.2026, 10.7.2026 und 22.7.2026. Die Haselnussrollen waren vom 13. Juni bis 3. Juli 2026 in den Coop-Supermärkten, Coop-City-Warenhäusern, bei Jumbo und online auf Coop.ch erhältlich.

Tipp: Bringen Sie die gekaufte Ware in eine Coop-Verkaufsstelle zurück. Der Verkaufspreis von Fr. 3.80 wird Ihnen voll erstattet. Bei Fragen hilft der Coop-Kundendienst unter der Telefonnummer 0848 888 444 weiter. (14.7.2026)
 

Anrufe von falschen Polizisten im Baselbiet

Seit Anfang Juli häufen sich Fälle von Telefonbetrug in der Region Basel-Landschaft, bei denen sich Kriminelle als Mitarbeitende der Polizei oder der Staatsanwaltschaft ausgeben. Auch wenn die Masche bekannt ist, bleibt sie gefährlich: Eine Beobachter-Leserin hat sich bei der Redaktion gemeldet, weil ihre Mutter ebenfalls darauf hereingefallen ist. Und das, obwohl die Tochter sie wiederholt vor betrügerischen Telefonanrufen gewarnt hatte.

Die Kriminellen täuschen eine Notlage vor – etwa dass Einbrecher in der Nachbarschaft festgenommen wurden und das Vermögen des Opfers in Gefahr sei. In einem besonders schweren Fall konnten die Täter eine ältere Person überzeugen, Wertgegenstände aus einem Bankschliessfach zu holen und ihnen zu übergeben. Gemäss Polizei Basel-Landschaft beläuft sich der Schaden auf über eine Million Franken.

Die Kriminellen nutzen gutgläubige Menschen aus und isolieren sie während des Telefonats, damit sie keine Rücksprache mit Angehörigen halten können. Ihre Masche zielt vor allem auf ältere und potenziell verletzlichere Personen.

Tipp: Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft wird Sie niemals telefonisch dazu auffordern, Bargeld oder Wertgegenstände herauszugeben oder zu übergeben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie verdächtige Telefonate umgehend. Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei über die offizielle Notrufnummer 112 oder 117 an. Sprechen Sie ältere Angehörige und Personen in Ihrem Umfeld aktiv auf diese Betrugsmasche an, um sie zu schützen. (9.7.2026)
 

Lose Räder bei Kinderwagen von Britax Römer

Der Hersteller Britax Römer ruft bestimmte Modelle von Kinderwagen zurück. Grund dafür ist ein Konstruktionsfehler beim Verriegelungsmechanismus der Vorderräder. Sie können vorzeitig verschleissen, wodurch sie nicht ordnungsgemäss am Chassis befestigt sind. Dies kann zu einem plötzlichen Zusammenbrechen des Kinderwagens führen.

Betroffen sind diese Modelle, die in den folgenden Zeiten hergestellt wurden:

  • Smile III: September 2019 bis Mai 2022
  • Smile 4: Juli 2022 bis Mai 2023
  • Smile 5z (nur bestimmte Chargen): Februar 2023 bis März 2024

Tipp: Entfernen Sie die Sitzeinheit oder die Tragewanne vom Chassis. Heben Sie anschliessend das Chassis an, so dass die Vorderräder vom Boden abgehoben sind, und ziehen Sie behutsam an jedem Vorderrad. Lösen sich diese, ohne dass Sie den Entriegelungsknopf drücken, stellen Sie die Nutzung sofort ein. Folgen Sie den weiteren Anweisungen des Herstellers unter der oben verlinkten Website, um einen allfälligen Ersatz oder ein Reparaturset zu erhalten. (8.7.2026)
 

Gartenshop hebt seine Swissness hervor, liefert jedoch aus Asien

Gemäss dem Konsumentenschutz steht der Shop Alpenheim.ch im Verdacht, ein Anbieter für Dropshipping zu sein. Der Shop verkauft Artikel für Garten, Eigenheim und Küche, dazu kommen Fitness- und Hygieneartikel. Im Impressum ist keine Adresse angegeben, was man als Verstoss gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb auffassen könnte. Der Anbieter wurde allein im Juni dreimal neu dem Konsumentenschutz gemeldet.

Auf Trustpilot erzielt der Shop bei erst vier Bewertungen einen ungenügenden Trustscore von 2,6. Diese wenigen Bewertungen fallen ausschliesslich negativ aus: Die Käuferschaft fühlt sich durch die Inszenierung als Schweizer Shop getäuscht und bemängelt minderwertige Asien-Ware. Zudem seien bei einer Stornierung ungerechtfertigt Versandkosten einbehalten worden. Aktuell hat der Shop rund 13 aktive Werbeanzeigen auf Social Media geschaltet.

Der Shopbetreiber reagierte nicht auf eine Anfrage des Beobachters.

Tipp: Prüfen Sie vor einer Bestellung bei unbekannten Onlineshops immer, ob im Impressum eine gültige Adresse angegeben ist. Wie Sie sich gegen solche Dropshipping-Modelle wehren können, erfahren Sie in diesem Beobachter-Ratgeber. (8.7.2026)
 

Vorsicht bei Bestellungen auf Bergschatz.de

Der Onlineshop Bergschatz.de steht durch die Stiftung für Konsumentenschutz in der Kritik, ein Dropshipping-Anbieter zu sein. Der Shop verkauft etwa Reisetaschen oder Gartendeko aus Handarbeit und spricht auch gezielt die Schweizer Kundschaft an. Auf der Website fehle ein gültiges Impressum, was ein Verstoss gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sein könnte. Der Anbieter ist beim Konsumentenschutz allein im Juni dreimal von unzufriedenen Kunden neu gemeldet worden.

Auf Trustpilot erzielt der Shop bei über 3000 Bewertungen einen ungenügenden Trustscore von 1,7. Die Käuferschaft berichtet dort, dass die Pakete trotz deutschem Anstrich direkt aus China in die Schweiz geliefert werden und statt der suggerierten Handarbeit oft billige Plastikware eintreffe. Retouren müssen zudem auf eigene Kosten nach Asien geschickt werden. Auch die deutsche Verbraucherzentrale warnt eindringlich vor dem Shop.

Der Shopbetreiber reagierte nicht auf eine Anfrage des Beobachters.

Tipp: Prüfen Sie vor einer Bestellung bei unbekannten Onlineshops immer das Impressum, um zu wissen, wer hinter einem Shop steht. Wie Sie sich gegen solche Dropshipping-Modelle wehren können, erfahren Sie in diesem Beobachter-Ratgeber. (6.7.2026)
 

Achtung bei falschen Bankmitarbeitenden am Telefon

In letzter Zeit häufen sich Fälle von Telefonbetrug, bei denen sich die Anrufenden als Bankangestellte ausgeben. Ihr Vorwand: Sie wollen eine unautorisierte Kontobelastung stoppen, greifen jedoch auf sensible Bankdaten zu. In einem Fall konnten die Täter gar mehrere Tausend Franken von einem Konto abbuchen, wie die Luzerner Polizei auf Anfrage des Beobachters bestätigt.

Die Täterschaft gibt sich am Telefon hauptsächlich als Mitarbeitende der Sicherheitsabteilung von Finanzinstituten wie der Luzerner Kantonalbank (LUKB) oder anderen Banken aus. Dabei verlangen die Kriminellen E-Banking-Daten oder verschicken Links zu manipulierten Websites.

Besonders gefährlich: Bei diesen Betrugsversuchen wurden Opfer auch vermehrt dazu gedrängt, eine Fernwartungssoftware auf ihrem Computer oder Smartphone zu installieren. Hierdurch erlangen die Täter vollen Zugriff auf die Geräte und können Geld abbuchen. Die angezeigten Telefonnummern variieren stark und werden oft gefälscht

Tipp: Keine Bank wird Sie je dazu auffordern, heikle Daten preiszugeben oder eine Fernwartungssoftware zu installieren. Seien Sie bei unerwarteten Telefonanrufen stets misstrauisch und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie nicht auf die gleiche Nummer zurück, wenn Sie sich bei Ihrer echten Bank vergewissern wollen. Suchen Sie im Zweifelsfall die Nummer des Kundenservices heraus und rufen Sie dort an. Insbesondere für den Fall, dass Sie bereits Daten herausgegeben haben, und machen Sie eine Anzeige bei der Polizei. (3.7.2026)
 

Emiliaweber.ch kassiert verärgerte Kundenrückmeldungen

Der Onlineshop Emiliaweber.ch steht durch die Stiftung für Konsumentenschutz in Kritik, ein Anbieter für Dropshipping zu sein. Auf der Website des Modeshops wird im Impressum als Sitz zwar Wyoming in den USA angegeben. Gleichzeitig lässt der visuelle Auftritt jedoch vermuten, es handle sich um ein Schweizer Familienunternehmen, das der Betreiber mit Attributen wie «Tradition» und «Qualität» hoch umwirbt. Die Startseite des Shops untermauert diesen Eindruck und zeigt ein Foto der vermeintlichen Geschäftsinhaberin, die vor ihrem Laden auf Kopfsteinpflastern steht – so als wäre diese Szene etwa in der Zürcher Altstadt aufgenommen worden.

Allein im Juni wurde der Anbieter beim Konsumentenschutz fünfmal von unzufriedenen Kundinnen und Kunden gemeldet. Auf Trustpilot häufen sich die Beschwerden: Käuferinnen und Käufer berichten von qualitativ minderwertiger Polyesterware statt der als hochwertig beworbenen Stoffe. Der Shop inszeniert sich auf der Website als traditionsreiches Schweizer Familienunternehmen «seit 1996», was über das Dropshipping-Modell hinwegtäuscht. Retouren müssen kostenpflichtig nach Asien geschickt werden. Der Shopbetreiber reagierte nicht auf eine Anfrage des Beobachters.

Tipp: Wie Sie sich gegen solche Dropshipping-Modelle wehren, erfahren Sie in diesem Beobachter-Ratgeber. (2.7.2026)
 

Betrüger verschicken im Namen der ZKB gefälschte Mails

Derzeit kursieren gefälschte E-Mails im Namen der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Darin werden die Empfängerinnen und Empfänger aufgefordert, ihre Telefonnummer zu bestätigen, weil diese möglicherweise nicht mehr aktuell sei und um die Sicherheit des Kontos weiter zu gewähren, wie Cybercrimepolice.ch warnt.

So funktioniert die Masche: Ein Button in der E-Mail leitet auf eine gefälschte Website im Design der ZKB weiter. Dort soll man die Vertragsnummer sowie das Passwort für das E-Banking eingeben. In einem weiteren Schritt werden persönliche Angaben wie Name, Telefonnummer und Geburtsdatum abgefragt. Anschliessend wird ein sogenannter Access-Aktivierungsbrief verlangt, den man scannen und hochladen soll, um die angebliche Authentifizierung abzuschliessen. Hier schnappt die Falle der Betrüger zu, da sie dadurch ein neues Gerät für das E-Banking registrieren und vollständigen Zugriff auf das Konto erhalten.

Tipp: Die Betrüger nutzen mit der Bestätigung der Telefonnummer und der Sicherheit des Kontos einen Vorwand, damit die Empfänger der Mail-Nachricht bereit sind, zu kooperieren. Kein Finanzinstitut würde bei einer solchen Anfrage jedoch so viele Angaben inklusive dem Passwort für das E-Banking verlangen. Ignorieren Sie die E-Mail oder fragen Sie im Zweifelsfall direkt bei Ihrem Finanzdienstleister nach. (1.7.2026)

Konsumfallen melden

Sie haben eine Beobachtung gemacht und wollen andere Konsumentinnen und Konsumenten davor warnen? Schreiben Sie uns an redaktion@beobachter.ch.

Weitere Warnungen aus dem Archiv

Hier finden Sie weitere Meldungen zu folgenden Bereichen:

Betrug im Internet
Crowdfunding für Brandopfer von Crans-Montana von Betrügern ausgenutzt
Einfacher Job, schnelles Geld: Das ist eine Falle
Jobplattformen: Gefälschte Anzeigen
Pflanzenschutzmittel: Verbotene Produkte in Onlineshops
Probleme mit Dropshipping
Alp-Shop
Amora Bern
Crystalli Schwiiz
Fischer Warenhaus Zürich
Meyer Basel
Velura Switzerland
Betrug via soziale Medien
Gefälschte Ticket-Gewinnspiele auf Social Media
Tiktok: Gefälschtes Gewinnspiel im Namen des Beobachters
Whatsapp: Angebliche Nachricht von Booking.com zu einer Buchung
Whatsapp: Gefälschte Gruppeneinladung
Whatsapp: KI von Meta liest keine privaten Nachrichten
Phishing-Mail und -SMS
Bundesamt für Sozialversicherungen: Frei erfundene Rückerstattungen
Bundesamt für Sozialversicherungen: Gefälschte Mail gibt vor, es gebe mehr Ergänzungsleistungen
Frankreich: Betrüger versenden SMS zur Zahlung von Autobahngebühren
Handy gestohlen: Nachricht vom angeblichen Finder
Interdiscount: Mail zu Räumungsverkauf ist gefälscht
Microsoft-Sharepoint: Betrüger kapern Zugang zu Konto
Paket verpasst: SMS-Blaster verschicken gefälschte Nachrichten
Paypal: Dringende Kontoprüfung ist ein Fake
Rechnung mit Zipdatei und schädlichem Javascript-Code
Ricardo: Gefälschte Mail fordert zur Verifizierung auf
Rituals: Fake-Mail mit Geschenkset zum Geburtstag
Serafe: Betrügerische Rechnungen im Umlauf
Swisscom: Angebliche Mail über verpasste Sprachnachricht
Telefonbetrug
Falsche Polizisten: Kantonspolizei Tessin warnt vor Schockanrufen
Falsche Polizisten und Bankkundenberater am Hörer
Falsche Polizisten und Monteure
Falsche Staatsanwaltschaft fordert Kaution nach angeblichem Unfall
Spoofing: Vorsicht bei unbekannten Rufnummern
Twint: Falscher Support am Telefon
Zürcher Elektrizitätswerk: Kriminelle missbrauchen EWZ, um Twint-Konto zu kapern
Betrug vor der Haustür oder auf der Strasse
Falsche Handwerker stehlen Schmuck und Bargeld
Fliegende Goldhändler wollen billig zu Schmuck kommen
Gefälschte Parkbussen und Abholscheine im Umlauf
Gefälschte Post-Abholscheine im Briefkasten

Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals am 5. Januar 2026 veröffentlicht und wird laufend um weitere Warnmeldungen für 2026 fortgeführt.

Sie finden diesen Text nützlich?

Abonnieren Sie kostenlos den Newsletter «Alles im Griff». Er liefert wöchentlich die besten Tipps und Ratgeber des Beobachters – und spart Ihnen Geld, Zeit und Nerven.


Wenn Sie diesen Newsletter abonnieren, erklären Sie sich mit unseren Richtlinien zum Datenschutz einverstanden.

Rechtsratgeber
Mehr zu Konsumfallen

Mit vermeintlichen Gewinnversprechen versuchen dubiose Firmen, nicht nur sich selbst zu bereichern, sondern auch an Personendaten zu gelangen. Beobachter-Abonnentinnen und ‑Abonnenten erfahren, wie sie Konsumfallen erkennen, wie sie sich dagegen wehren und diese mittels Musterbrief direkt dem Seco melden können.