Elf Spielwaren im Wert von Fr. 242.45 klaute ein zehnjähriger Bub. In einer Basler Spielwarenabteilung, mit einem ein Jahr jüngeren Freund. Die Masche der Knirpse: sich in eine dunkle Ecke verkriechen, Verpackungen aufreissen, Waren einstecken und aus dem Laden spazieren, ohne zu zahlen.

Als sie erwischt wurden, gaben sie sofort alles zu. Der Jüngere war mit seinen neun Jahren noch strafunmündig. Der Ältere kassierte vom Jugendgericht Basel-Stadt einen Verweis wegen mehrfachen geringfügigen Diebstahls.

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Das akzeptierte die Mutter des Zehnjährigen nicht. Sie zog den Entscheid weiter ans Appellationsgericht und dann ans Bundesgericht – und verlor beide Male. Vor Bundesgericht machte die Mutter über Anwälte geltend, dass man nicht einfach auf die belastenden Aussagen des neunjährigen Kollegen habe abstellen dürfen. Vielmehr hätte ein Gutachter analysieren müssen, ob das Kind glaubwürdig sei. Die Anwälte sprachen von einer Dynamik des Schuldabwälzens unter Kindern, die man hätte untersuchen müssen.

Doch das Bundesgericht sagte, dass sich eine Begutachtung nur unter besonderen Umständen aufdränge, etwa bei bruchstückhaften oder schwer interpretierbaren Äusserungen von Kleinkindern. Oder wenn es Anzeichen gebe, dass das Kind von Dritten beeinflusst wurde.

Bundesgericht, Urteil vom 20. Februar 2026 (6B_927/2025)

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